Home / 2013 / September

Unterwegs in Berlin: Santa Maria (Kreuzberg)

Internationales Publikum, viel Kreuzberg und dazu authentisches mexikanisches Essen. Klingt nach Santa Maria? Genau!
Der quirlige Laden an der ebenso lebendigen Oranienstraße ist zu fast jeder Tageszeit voll besetzt. Sicher nichts fürs erste Date, aber das ist ja auch nicht unser Anspruch 😉

Wir sind an einem Sonntagabend dort. Reservierungen gibt es nicht, also wird ein Pärchen (welches nach erstem Date aussah – tja) zur Seite geschoben und wir dazu gesetzt. Es ist Happy Hour und wir wählen die Margaritas als Basis für unseren mexikanischen Abend. Was muss, das muss.
Als Vorspeise zum Drink lassen wir uns ein paar Nachos und die furchtbar leckere Guacamole nicht entgehen. Weiter geht’s mit Super Tacos de Alambre (Rind, Hühnchen, Chorizo, Speck u.v.m.) und einem Burrito Picadillo (mit einem Eintopf aus Rinderhackfleisch – natürlich inklusiver aller bestellbarer Add Ons).

SantaMaria

Zum Thema mexikanisches Essen muss ich kurz einschieben, dass ich mit den Mexikanern à la Sausalitos nicht viel anfangen kann, sowohl Essen als auch Konzept sind nicht mehr so mein Ding. Auch ein Urlaub auf Yucatán vor ein paar Jahren hat leider nicht so den kulinarischen Aha Effekt hervorgebracht, wie ich es mir von mexikanischem Essen in Mexico erhofft hatte. Worauf ich deshalb eigentlich hinaus will: Das Santa Maria hebt sich erfrischend von der Masse ab, bietet nicht den frittierten „mexikanischen Einheitsbrei“ wie er uns leider oft von den Ketten verkauft wird und ist außerdem ein netter Ort, um einen lustigen Abend in Kreuzberg zu starten. Eindeutig empfehlenswert.

http://www.santaberlin.com/
Oranienstr. 170
10999 Berlin-Kreuzberg
030-922 100 27

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Unterwegs in Hannover: Nikopolis (List)

Liebe Taverna Nikopolis,

wir möchten dir danken.

Für viele Gelegenheiten, an denen du uns angesichts eines leeren Kühlschranks den Abend gerettet hast.

Für das beste Gyros in der Stadt, weil es mit Liebe gemacht und serviert wird.

Für viel zu große Portionen, die aber manchmal genau richtig sind.

Für den Ouzo zwischendurch, denn der gehört beim Griechen einfach dazu.

Für den Gyros-Teller: Der Bestseller, der Evergreen! Gyros mit einem Suflakispieß, dazu Pommes und Salat. Kombiniert mit einer Portion Zaziki reicht ein Teller locker für zwei.

Für den gestrigen Abend, das Lammstifado, die Gyrospfanne und das Gyros mit Zaziki.

Nikopolis

Für die scharfe Soße, die zu den Fleischgerichten serviert wird. Ohne wärs nur halb so schön.

Für den Ouzo der einem die Wartezeit versüßt, wenn man das telefonisch vorbestellte Essen abholt.

Für das nette Team, das auch stressige Situationen mit viel Herzlichkeit und einem Lächeln meistert. Bei euch fühlt man sich immer willkommen.

Für die warmen Weinblätter, die dicken Bohnen, die Auberginenpaste und all die anderen Vorspeisen, die wir bisher genießen durften.

Für die vielen Speisen in eurer Karte, die wir noch nicht probiert haben, aber noch probieren werden.

Für viele viele Sommerabende auf eurer Terrasse. Schön ist es bei euch!

http://www.nikopolis.net/
Husarenstr. 7
30163 Hannover-List
0511-66 31 93

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Unterwegs in Osnabrueck: Baan Thai (Lechtingen)

Die Osnabrücker Leser unter euch werden sagen: Kenn ich, da war ich schon oft! Tatsächlich besuche auch ich das Baan Thai im Stadtteil Lüstringen seit vielen vielen Jahren wenn ich mal wieder in der alten Heimat bin, zudem gehört dieses originelle Restaurant zu den ersten kulinarischen Erfahrungen, die ich mit meiner Lieblingsküche gemacht habe.
Was bei vielen thailändischen Restaurants für europäische Augen kitschig wirkt (ich spreche von einer traditionellen Einrichtung mit Geisterhäuschen, Bilder der Königsfamilie usw.) haben die Inneneinrichter im Baan Thai tatsächlich geschmackvoll umsetzen können. Es ist gemütlich und das Restaurant versprüht eine entspannende Atmosphäre. Zudem ist der Service freundlich. Der erste Eindruck passt!

Baan_thai_tiny

Vorweg gibt es zusammen mit der umfangreichen Speisekarte einen kleinen Pflaumenschnaps – ein Zugeständnis an europäische Erwartungen an ein asiatisches Restaurant mag man vermuten… Uns zumindest schmeckts! Sehr löblich erwähnt sei übrigens an dieser Stelle die nette Beratung der jungen Dame, die uns bedient hat. Letztendlich haben wir alle eine andere Wahl als ursprünglich geplant getroffen – ihre Beratung zum Schärfegrad sei Dank – aber es war auch alles wirklich gut!
Die Karte umfasst neben Vorspeisen wie Som Tam Thai (grüner Papayasalat) oder Lab Nüa (scharfes Rinderhackfleisch) eine große Bandbreite bekannter Hauptgerichte, die dem Original im fernen Osten in nichts nachstehen. Bei unserem letzten Besuch habe ich mich erstmals an den frischen Fisch getraut (normalerweise nehme ich immer das superscharfe Rind mit Chili, Knobi und Thaibasilikum, Nüa Pad Gra Prau). Es gab also dieses Mal eine frische Forelle mit Ingwer (Pla Lui Suan), nach Thaiart im Ganzen frittiert. Als i-Tüpfelchen mit Erdnüssen bestreut. Wirklich gut! Wir platzieren im Baan Thai immer alles für alle in der Mitte, weshalb wir uns auch noch eine Ente mit Chili und Cashews (Ped Pad Med Ma Muang) sowie ein klassisches rotes Thaicurry haben schmecken lassen.
Wer jetzt sagt: da muss ich auch mal hin, dem empfehle ich vor allem am Samstag eine frühe Reservierung. Wir haben schon Wochenenden erlebt, in denen wir auch mit zweiwöchiger Voranmeldung keinen Platz mehr bekommen konnten.

http://www.restaurant-baan-thai.de//
Poststr. 2
49086 Osnabrück-Lüstringen
0541-38 48 77

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Unterwegs in Berlin: Jimmy Woo (Neukoelln)

Ach ja. Schön war die Zeit.
Auch nach eineinhalb Jahren „back in Hanover“ ist das Fernweh (oder ist es Heimweh?) nach Berlin nicht verschwunden. Umso schöner, wenn man nach stundenlangem Stau auf der A2 auf der frischsanierten Avus unserer Hauptstadt wieder ein Stückchen näher kommt.
Auch unsere kurzen Gast-Wochenenden drehen sich irgendwie immer ums Essen. Und – der Mensch ist ein Gewohnheitstier – man landet immer wieder bei den alten Highlights. Eines ist Jimmy Woo, an der ständig populärer werdenden Friedelstraße in Neukölln gelegen. Hier sind wir bereits seit einigen Jahren immer wieder zu finden, nicht zuletzt, weil es der einzig mir bekannte Laden ist, in dem ich eine Laotian Paella bekomme wenn mir danach ist (was der Laote vielleicht gar nicht kennt, die Grundidee aber nicht weniger charmant macht). Das Gericht ist simpel: Hühnchen, Shrimps, Reis und Gemüse. Statt der spanischen Paellazutaten finden wir auf unserem Teller Koriander und die „Barbecue“ Sauce nach Art des Hauses. Zugegeben, es ist nicht besonders nah am spanischen Original, aber trotzdem lecker!

JW

Bei einem Spaziergang entlang des Kanals stellt man mal wieder fest, wie populär der Kiez inzwischen ist. Noch vor drei Jahren erntete man bei vielen Berlinern eine hochgezogene Augenbraue (mindestens!) bei der Nennung des Wohnortes Neukölln, nun scheint sich die touristische Jugend rund um die Friedelstraße und dem Maybachufer zu tummeln. Und ja, zu Recht! Denn es ist einfach schön in Neukölln, und der Sonnenuntergang bewundert von den Kanalbrücken ist definitiv einen Abstecher wert. Bierchen und Schlauchboot nicht vergessen!

http://www.jimmy-woo.de/
Friedelstr. 24
12047 Berlin-Neukölln
0176-2525 62 05

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