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Unterwegs in Malaysia: Langkawi

Vorab eine rhetorische Frage: Was fängt man auf einer tropischen Insel an, wenn es einfach nicht aufhören mag zu regnen? Richtig man geht essen. Um keinen falschen Eindruck zu erwecken sei gesagt, das wir auch alternative Programmpunkte wirklich ausprobiert haben.

Idee eins: Shoppen. Auf Langkawi, dem malaysischen Steuerparadies, heißt das, mit mehreren Busladungen chinesischer Touristen Schokolade und Schnaps kaufen. Check.

Idee zwei: sich im SPA verwöhnen lassen. Auf die Bitte, das most relaxing Programm zu bekommen, werden wir eine Stunde bei säuselnder Musik mit nicht näher definierten Behandlungsmethoden in einen starken Muskelkater gequält. Warum hat uns der Reiseführer diesen Laden als Tipp empfohlen? Na ja. Check.

Idee drei: im japanischen Restaurant namens Unkaizan rund siebenhundert Meter von Hotel entfernt die Kreditkarte strapazieren. Immerhin wirbt der Laden unbescheiden auf nicht übersehbaren Werbetafeln damit, das beste Restaurant Malaysias zu sein. Ein Japaner, Place to be des Landes, quasi nebenan? Ihr ahnt was nun kommt…?

Tatsächlich stehen wir am Abend des Regentags vor einem wunderschönen Restaurant an einem Berghang im Dschungel. Der Himmel reißt zum ersten Mal auf, weshalb wir uns nach einem Rundgang durch das traditionell japanisch eingerichtete Restaurant für einen Platz auf der Terrasse entscheiden. Der Blick vom Hügel auf die Andamanensee entspannt schon nach fünf Minuten mehr als der gesamte Nachmittag im SPA. Der Blick auf die Speisekarte und die Bierpromo zwei für eins ebenfalls. Wir merken schnell, hier sind wir richtig. Ein paar Eckdaten vorweg: Das Unkaizan bietet eine klassische japanische Karte mit einer wechselnden Auswahl an Tagesgerichten. Auf zwei Etagen und einer Terrasse sitzt man nicht zu schick stilecht japanisch, auch der Service besteht überwiegend aus Japanern. In diversen Internetforen wird es als eher teuer bemängelt, aber nach europäischen Maßstäben ist das Preis-Leistungsverhältnis wirklich mehr als fair. Gutes Sushi hat eben auch in Südostasien seinen Preis.

Unkaizan

Für mich ist die Wand mit Aquarien ein Highlight – vieles auf der Speisekarte blubbert vor unserer Bestellung noch arglos in selbigem vor sich hin. Viel frischer gehts also nicht! Trotz Bierpromo halten wir uns beim Koberind zurück (was mich im Nachhinein irgendwie ärgert), und bestellen vorab die frischen Austern von der Tageskarte. Die Schalentiere kommen im Doppelpack in einem köstlichen lauwarmen Koreanderdressing und lassen mich noch ein bisschen mehr Austernfan werden als ich es eh schon bin. Zufrieden warten wir auf den Hauptgang, ein eher klassisches Sushimenu aus California-Rolls, gemischten Nigiris (hier ist das Unagi Nigiri einfach nur köstlich) und Sake-Makis. Die zweite Bestellung ist ein gemischtes Sashimi bestehend aus Sake, Thunfisch, Oktopus und diversem Grünzeug; das alles wird stilecht in einer echten Muschel serviert. Gutes Sushi macht bekanntlich glücklich, auf einer Skala von eins bis zehn wären wir sicher bei zwölf. Ein Sake rundet das Essen ab – pappsatt, glücklich, insgesamt nur rund fünfzig Euro ärmer und mit der bisher besten Sushierfahrung ever trotten wir zurück zum Hotel.
Unser Vorsatz: Langkawi wird uns irgendwann einmal wiedersehen. Ich möchte die tolle Insel (denn die atemberaubend schöne Landschaft ließ sich auch bei Regen erahnen) nochmal erkunden. Und das Koberind reizt mich auch…

http://www.unkaizan.com/
Jalan Pantai Tengah, Pantai Tengah
Langkawi, Kedah
+60 4-9554118

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Unterwegs in Hannover: Ichiban (Mitte)

Ichiban Sushi

Wer hat nicht schon mal am Buffet das Handtuch geworfen, weil durch mangelnde Planung schon früh die Sättingungsgrenze erreicht war. Im Ichiban ist eine besonders sorgfältige Planung notwendig, da die Karte nicht nur sehr umfangreich sondern auch sehr abwechslungsreich und schmackhaft ist. Das Lokal am Aegidientorplatz beschreibt sich selbst als „Restaurant mit asiatischer Fusionsküche“. Der Fokus liegt auf japanischen Gerichten, wobei die meisten Gäste wegen der großen Sushi-Vielfalt dort einkehren. Aber auch diejenigen, die (noch) keinen rohen Fisch mögen, sind im Ichiban gut aufgehoben. Neben den Sushi-Variationen mit Gemüse oder Fleisch gibt es auch gegarten Fisch, verschiedene Fleischgerichte (Rind, Huhn, Lamm) und diverse Salate. Einer unserer Favoriten ist der Sashimi-Salat, bei dem roher Lachs und Thunfisch mit etwas Gemüse, Limettensaft und Sesamkörnern angemacht werden. Als Beilage empfehlen wir den Goma-Wakame-Salat und ein Schälchen Kimchi – letzteres ist gerne mal sehr scharf. Generell hat man im Ichiban die Qual der Wahl. Wer die All-You-Can-Eat-Variante wählt (was zu empfehlen ist), hat zwei Stunden lang Zeit sich Satt zu essen. Bestellt wird rundenbasiert per iPad – pro Person und Runde dürfen fünf Gerichte geordert werden. Die einzelnen Essen haben Tapas-Größe, so dass in der Regel zwei Runden locker drin sein sollten. Wer mehr schaffen möchte, sollte taktisch essen und die frittierten Sachen am Anfang weglassen. Wie uns eine Kellnerin berichtetet, soll schon jemand über acht volle Runden gegangen sein – Respekt! Unsereins lässt lieber Platz für eine Kugel Eis oder das Bananen-Vanille-Schoko-Sushi als Nachtisch. Und wer hiernach noch einen Absacker bracht, der sollte den heißen Sake probieren. Am Ende jedes Ichiban-Abends bleibt eine Erkenntnis. Sushi macht satt – und glücklich.

Ichiban iPad

http://mrphung.de/ichiban-hannover/
Friedrichswall 10
30159 Hannover – Mitte
0511-21 57 609

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Unterwegs in Berlin: Ishin (Mitte)

Ishin-Berlin Sake-Don

Gutes Sushi? Gibt es in Berlin. Genauer im Ishin in der Nähe des Bahnhofs Friedrichstraße. Während die Lokalität selbst eher unauffällig ist, eröffnet einem der Blick in die Karte die große weiter Welt des Sushis und macht mächtig Eindruck. Eines Vorweg. Ein japanisches Restaurant, in dem so viele Japaner essen wie hier, kann so verkehrt nicht sein. Mittlerweile gehört der Besuch beim Ishin zum Pflichtprogramm. Neben den bekannten Köstlichkeiten vom Maki-Meister sind hier die Dons zu empfehlen. Zum Beispiel die Sake Don, eine Schale mit Sushi-Reis bedeckt von feinstem Lachsfilet. Das Ganze wird dann mit Wasabi und Sojasauce angemacht und los geht’s. Wer es eher klassisch mag, kann sich Sushimenüs in verschiedensten Variationen bestellen. Es bleiben keine Wünsche offen. Dazu lässt man sich ein Asahi-Bier schmecken oder wahlweise einen grünen Tee – den gibt es für alle Gäste gratis.

Ishin-Berlin Barashi-Don

http://www.ishin.de
Mittelstraße 24
10117 Berlin – Mitte
030 – 20 67 48 29

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