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Unterwegs in Berlin: District Mot (Mitte)

Ich habe mich schon häufiger gefragt, ob es möglich ist die Atmosphäre der vietnamesischen Straßenküche in einem Lokal nachzubilden. Das District Mot in Berlin-Mitte zeigt, das es möglich ist.

Uns wurde zugetragen, dass es in Berlin ein Restaurant mit den asientypischen kleinen Plastikhockern und authentischem Vietnam Street Food gibt. Da führt natürlich kein Weg dran vorbei! Bei der nächsten Gelegenheit haben wir das Lokal getestet.

Die Besitzer haben ganze Arbeit geleistet. Nicht nur die Sitzgelegenheiten sind im Vietnamstil. Das gesamte Restaurant wurde der Innenstadt von Saigon nachempfunden. Es finden sich Straßen- und Hinweisschilder an den Wänden, die offene Küche sieht aus wie ein Straßenstand und selbst die zahllosen Kabelleitungen, die das Südostasiatische Stadtbild prägen, wurden nicht vergessen. Wer schon mal in Vietnam unterwegs war, erkennt mit welcher Liebe zum Detail das District Mot eingerichtet ist.

DistrictMot

Nicht weniger exotisch ist die Karte, die einen Abriss der vietnamesischen Küche darstellt und einige grandiose Gerichte bereithält. Wer mit einer ungewöhnlichen Vorspeise starten möchte, bestellt die frittierten Seidenraupen. Die „Rauptiere“ haben eine mehlige Konsistenz und schmecken nussig – nicht nur besser als erwartet, sondern wirklich gut. Als Hauptspeise teilen wir uns jeweils eine Bun Cha mit gegrilltem Schweinebauch, Reisnudeln und frischen Kräutern sowie Hühnerspießchen mit asiatischen Kräutern, Nudeln und Reispapier zum einwickeln – Wrap it yourself! Frisch gezapftes Tiger-Bier verstärkt das Asiengefühl und lässt uns in Urlaubserinnerungen schwelgen…

Vietnamesischer Kaffee darf natürlich nicht fehlen und sogar zu einem Nachtisch lassen wir uns diesmal verführen: Schwarzer Klebreis mit Kokosmilch und Mango! Das Minzblatt gibt dem Ganzen die besondere Note. Allein für diesen Nachtisch hat sich der Besuch gelohnt.

Alles in allem ein schöner Abend in besonderer Atmosphäre mit hervorragendem Essen!

http://www.districtmot.com/
Rosenthaler Str. 62
10119 Berlin-Mitte
030-20 08 92 84

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Unterwegs in Berlin: Jimmy Woo (Neukoelln)

Ach ja. Schön war die Zeit.
Auch nach eineinhalb Jahren „back in Hanover“ ist das Fernweh (oder ist es Heimweh?) nach Berlin nicht verschwunden. Umso schöner, wenn man nach stundenlangem Stau auf der A2 auf der frischsanierten Avus unserer Hauptstadt wieder ein Stückchen näher kommt.
Auch unsere kurzen Gast-Wochenenden drehen sich irgendwie immer ums Essen. Und – der Mensch ist ein Gewohnheitstier – man landet immer wieder bei den alten Highlights. Eines ist Jimmy Woo, an der ständig populärer werdenden Friedelstraße in Neukölln gelegen. Hier sind wir bereits seit einigen Jahren immer wieder zu finden, nicht zuletzt, weil es der einzig mir bekannte Laden ist, in dem ich eine Laotian Paella bekomme wenn mir danach ist (was der Laote vielleicht gar nicht kennt, die Grundidee aber nicht weniger charmant macht). Das Gericht ist simpel: Hühnchen, Shrimps, Reis und Gemüse. Statt der spanischen Paellazutaten finden wir auf unserem Teller Koriander und die „Barbecue“ Sauce nach Art des Hauses. Zugegeben, es ist nicht besonders nah am spanischen Original, aber trotzdem lecker!

JW

Bei einem Spaziergang entlang des Kanals stellt man mal wieder fest, wie populär der Kiez inzwischen ist. Noch vor drei Jahren erntete man bei vielen Berlinern eine hochgezogene Augenbraue (mindestens!) bei der Nennung des Wohnortes Neukölln, nun scheint sich die touristische Jugend rund um die Friedelstraße und dem Maybachufer zu tummeln. Und ja, zu Recht! Denn es ist einfach schön in Neukölln, und der Sonnenuntergang bewundert von den Kanalbrücken ist definitiv einen Abstecher wert. Bierchen und Schlauchboot nicht vergessen!

http://www.jimmy-woo.de/
Friedelstr. 24
12047 Berlin-Neukölln
0176-2525 62 05

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Unterwegs in Hannover: Street Kitchen (Linden)

An der Limmerstraße in Hannover Linden befindet sich eine der kleinen Perlen von Hannovers Gastroszene: Nein, ich schwelge jetzt nicht über die Vorzüge eines Sterne Restaurants (das in dieser Lage vermutlich eh deplatziert wäre) sondern möchte an dieser Stelle das Street Kitchen Viet Cuisine vorstellen. José und ich sowie viele Freunde von uns waren schon oft da, gefühlt noch häufiger haben wir aber spontan keinen Platz mehr bekommen. Besonders im Winter und am Wochenende kann die Suche nach einem Plätzchen reine Glücksache sein.

Hat man einen Tisch ergattert, stehen vietnamesische Klassiker auf dem Programm. Es gibt ein gutes Duzend Gerichte auf der Karte sowie einige Tagesgerichte (die eigentlich auch länger als einen Tag im Angebot sind). Unser Blog hieß einmal Bun Bo Nam Bo – einfach weil eine Bun so lecker ist – und auch dieses Gericht finden wir im Street Kitchen unter dem klangvollen Namen Bun Bo Xao Sa. Feine Sache. Unser Liebling der Tageskarte ist Bun Saigon, Reisnudeln mit frittierten Frühlingsrollen, obendrauf garniert mit allerlei landestypischen Kräutern.

Street Kitchen

Als Ex-Berlinerin liebe ich das Street Kitchen ganz besonders – gibt es doch leider von den kleinen preiswerten (und trotzdem guten!) Alltagsrestaurants noch viel Luft nach oben in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Das Street Kitchen ist ein toller Anfang in diesem Bereich und die Limmer Straße bietet das richtige Publikum.
Übrigens: Am Ende des Tages sollte immer noch Platz für einen Ca Phe Sua Nong sein… Hier übrigens schöne Grüße an Jules Eltern, die als Neuentdecker der vietnamesischen Küche vergangenen Samstag ihren ersten Ca Phe geschlürft haben – wir glauben, es hat geschmeckt.

http://www.streetkitchen-viet-cuisine.de/
Limmerstraße 26
30451 Hannover-Linden
0511-98 63 88 35

 

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Unterwegs in Vietnam: Phu Quoc

Phu Quoc Bun Bo Nam Bo

Was gibt es schöneres, als seinen Urlaub auf einer tropischen Insel zu verbringen? Einen Urlaub auf einer tropischen Insel zu verbringen und die zahlreichen Köstlichkeiten der lokalen Küche zu genießen. Wir nehmen euch mit auf eine kulinarische Reise nach Vietnam, genauer nach Phú Quốc, der größten vietnamesichen Insel im Golf von Thailand.

Frühstück Phu Quoc Bun Bo Nam Bo

Nachdem wir lang ausgeschlafen haben, starten wir mit einem leckeren Frühstück in den Tag. Ein klassisches vietnamesisches Frühstück in Form einer Nudelsuppe steht bei unseren Unterkünften leider nicht auf der Karte. Wir entscheiden uns für das Tomaten-Omelette und den Banana-Pancake – und von diesem Zeitpunkt an will mir der Jack Johnson Song nicht mehr aus dem Kopf gehen… Das Omelette wird wie gewohnt mit einem vietnamesischen Baguette serviert und schmeckt wirklich frisch und gut.

Pho Phu Quoc Bun Bo Nam Bo

Zum Mittagessen sind es nur ein paar Schritte am Strand entlang bis zu einem kleinen Lokal namens Lunch & Dinner – zumindest steht das auf einem Werbeplakat über einer Reihe von abgelichteten Essen. Die Karte bietet neben einigen vietnamesichen Speisen auch die Evergreens der Touristen-Essen (…an einem Tag bin ich schwach geworden und habe den Cheeseburger mit Pommes verputzt. McDonalds kann echt einpacken). Heute gönnen wir uns einen Klassiker der vietnamesischen Küche, die Phở . Das ist eine Nudelsuppe mit frischen Kräutern, die normalerweise mit Rind- oder Hühnerfleisch serviert wird. In diesem Lokal gibt es auch die Variante mit Meeresfrüchten (Phở Hải Sản), für die sich Jule entscheidet. Ich gönne mir die Suppe mit Rind (Phở Bò). Das Fleisch ist superdünn geschnitten und so zart, dass es fast auf der Zunge zergeht. Besonders lecker ist die Kombination aus frischen Kräutern und der heißen Suppe. Trotz des tropischen Klimas und einer Außentemperatur von etwa 30 °C tut die Phở richtig gut.

Dinh Cau Phu Quoc Bun Bo Nam Bo

In den Abendstunden machen wir einen ausgiebigen Spaziergang zum Dinh Cậu Night Market. Dort finden wir jede Menge Schnickschnack und Souvenirs für den geneigten Touristen, aber auch zahlreiche Essensstände und Sea Food Restaurants, wo wir lieber unsere Đồng loswerden.

Sand Food Phu Quoc Bun Bo Nam Bo

Die vielen Restaurants bieten mehr oder weniger das gleiche an. Wir entscheiden uns für das Sand Food. Das Personal ist dort sehr aufgeschlossen und freut sich über unser Interesse an vietnamesischem Essen. Insgesamt besuchen wir das Lokal viermal und schon am zweiten Abend begrüßt uns der Chef mit Handschlag und zeigt uns, wie man vietnamesiches Essen richtig genießt.

Sand Food Phu Quoc Bun Bo Nam Bo

Wir probieren verschiedene Vorspeisen wie den Mango- oder Papaya-Salat, Sommerrollen, ein paar Riesenlangusten oder die Kasserolle mit Shrimps (ok, das ist eigentlich keine Vorspeise, aber da sind wir neugierig).

Sand Food Phu Quoc Bun Bo Nam Bo

Die absoulten Highlights sind aber der Hotpot und die selbstgemachten Rollen mit frischgegrilltem Fisch. Der Hotpot ist ein Topf mit Brühe, dem auf einem Gasbrenner ordentlich eingeheizt wird. Wir garen darin verschiedene Sorten Fleisch, Meeresfrüchte, Gemüse und ein Ei. Man kann sich das Ganze nach Geschmack zusammenstellen und dann in einem kleinen Schälchen entweder mit Reis und Vermicelli-Nudeln genießen. Der Chef des Hauses steht uns immer mit Rat und Tat zur Seite und überwacht den Erfolg des Hotpot-Projekts. Für das Gericht mit den Rollen – leider haben wir uns den Namen nicht gemerkt – dürfen wir uns vorab einen frischen Fisch aussuchen, der dann für uns gegrillt wird. Dann rollen wir Vermicelli-Nudeln, frische Kräuter und den Fisch in Reispapier ein und dippen es in Fisch- und Chili-Sauce. Auch hier rollt der Chef die ein oder andere Fischrolle für uns. Das ist sehr unterhaltsam, da der Kollege kaum ein Wort Englisch spricht, wir uns aber trotzdem erstaunlich gut verständigen können. Wenn es ums Essen geht, findet man immer irgendwie zueinander.

Kokoswaffel Phu Quoc Bun Bo Nam Bo

Zum Ende eines erfolgreichen Tages bummeln wir noch über den Nachtmarkt und entdecken einen kleinen Straßenstand, der selbstgemachte Kokoswaffeln verkauft. Obwohl wir eigentlich keinen Hunger mehr haben, können wir nicht widerstehen und kaufen uns für eine Handvoll Đồng eine Waffel. Es könnte keinen besseren Abschluss geben. Nachtisch geht halt immer.

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Unterwegs in Vietnam: Bun Cha (Hanoi)

Eines der Gerichte, das auf unserer Vietnamreise den größten Eindruck hinterlassen hat, ist Bun Cha. Was als kleiner Snack für Zwischendurch gedacht war, endete mit der bedingungslosen Kapitulation vor den Massen an Essen, die uns serviert wurden. In den meisten Kulturen findet man Gerichte mit Häckbällchen, diese Variante ist aber eine erfrischende Abwechslung. Die Bällchen aus Schweinehack werden gemeinsam mit frischen Kräutern, Knoblauch, Chillies, Reisnudeln, Frühlingsrollen und einer leckeren Sauce serviert. Die Zutaten können dann nach Geschmack in einem Schälchen kombiniert werden. Das Ergebnis ist nicht nur wahnsinnig lecker, sondern garantiert auch eine Fressnarkose erster Klasse. Unser Video zeigt einen kleinen Eindruck…

Bun Cha Dac Kim
1 Hàng Mành
Hàng Gai, Hoàn Kiếm
Hanoi, Vietnam

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