Home Cooking: Tortilla de patatas

Von Zeit zu Zeit überkommt uns die Lust auf den Klassiker der spanischen Küche: die Tortilla de patatas.
Dieses Gericht gehört zu denjenigen, die überall anders schmecken, obwohl die Liste an Zutaten sehr überschaubar ist. Man benötigt lediglich Eier, Kartoffeln, Öl, Salz und Zwiebeln. Ob letztere in die Tortilla gehören ist Geschmackssache, wobei die meisten Spanier hierzu eine klare Meinung haben. Für uns gehören sie auf jeden Fall in die Tortilla.

Schmeckt heiß und kalt: Tortilla de patatas

Schmeckt heiß und kalt: Tortilla de patatas

Zutaten:
6 große Kartoffeln (möglichst festkochend)
6 große Eier
1 dicke Gemüsezwiebel
Sonnenblumenöl
Olivenöl
Salz

Zubehör:
1 Topf (mittelgroß, zum Frittieren der Kartoffeln und Zwiebeln)
1 Frittierkelle
1 Durchschlag (zum Abgiessen der frittierten Kartoffeln und Zwiebeln)
1 große Schüssel (zum Verrühren der Zutaten)
1 beschichtete Pfanne (etwa 20 cm Durchmesser)
1 Topfdeckel (optimalerweise passend zur Pfanne)
2 Teller (zum Wenden der Tortilla und zum Anrichten)

Und los gehts:
1. Den Topf halb mit Sonnenblumenöl füllen und langsam erhitzen.
2. Kartoffeln waschen, schälen, vierteln und in 1-2 mm breite Scheiben schneiden.
3. Sobald das Öl heiß ist: die Kartoffeln frittieren, bis die ersten beginnen eine goldbraune Farbe anzunehmen.
4. In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen, halbieren und in 2 mm breite Scheiben schneiden.
5. Die Eier von der Schale befreien und in der Schüssel verquirlen.
6. Kartoffeln abschöpfen und im Durchschlag ordentlich abtropfen lassen. Ruhig mit der Frittierkelle ein wenig nachhelfen. Man kann hier nichts kaputtmachen.
7. Kartoffeln zu den Eier geben, vermengen und anschließend salzen.
8. Zwiebeln in das Öl geben und auch wieder so lange frittieren, bis die ersten goldbraun werden.
9. Die fertigen Zwiebeln abschöpfen, zu den Eiern und Kartoffeln in die Schüssel geben und umrühren.
10. Einen Esslöffel Olivenöl in der Pfanne erhitzen.
11. Die Rohmasse in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze 8 Minuten erhitzen. Um einen gleichmäßigen Garvorgang zu unterstützen, die Pfanne mit dem Topfdeckel bedecken.
12. Jetzt kommt der schwierigste Teil: Das Wenden der Tortilla! Hierzu einen Teller auf die Pfanne legen und diese wenden. Dann die Tortilla vorsichtig mit den rohen Seite zurück in die Pfanne gleiten lassen und anschließend mit einer Gabel in Form bringen und andrücken.
13. Nun den Deckel wieder draufsetzen und die Tortilla 7 Minuten von der anderen Seite durchgaren lassen.
14. Wir wiederholen das Wendemanöver auf einem Teller zum Anrichten und lassen sie kurz abkühlen.

Fertig! Die Tortilla kann entweder heiß oder kalt genossen werden. Vorzüglich passt hierzu Aioli oder eine Tomatensauce. Oder man legt sie zwischen zwei Baguettescheiben und macht ein Bocadillo daraus. So oder so, superlecker.

Und wenn es beim ersten Mal, nicht mit dem wenden klappt. Einfach weiterüben, das wird schon!

Hier gibts den Schnelldurchlauf als Video:
http://www.instagram.com/p/BGKZQOpjPOF/

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Unterwegs in Hannover: Lister-Meilen-Fest (List)

Alle Jahre wieder zieht das Lister-Meilen-Fest Menschen aus Hannover und dem Umland in das Herz der List. Die Lister Meile als dessen Hauptschlagader dient als Schauplatz für Kultur, Party und deutsches Streetfood. Zwischen dem Startpunkt am Lister Platz und dem Endpunkt am Weißekreuzplatz gibt es ein großes Angebot an Essens- und Getränkeständen für jeden Geschmack.

Die Lister Meile: Hauptschlagader der List.

Die Lister Meile: Hauptschlagader der List.

Dieses Jahr verwundert uns lediglich, dass die Veranstaltung fest in der Hand auswärtiger Bierbrauer ist und es sich schwierig gestaltet, regionale Braukunst zu genießen. Lediglich eine Gilde-Bierbude lässt sich auf dem Stadtfest ausmachen – das ist recht bescheiden. Doch hier können die ansässigen Restaurants mit ihren eigenen Buden oder Sitzbereichen Abhilfe schaffen. Sie schließen diese Lücke und offerieren darüber hinaus ein breites kulinarisches Angebot.

Uns wird erneut bewusst, während wir über die Meile schlendern, dass uns die deutsche Streetfood-Kultur häufig auf Festen, Märkten und Baumarktparkplätzen begegnet, wir sie aber häufig nicht als besonders oder aufregend wahrnehmen, da wir uns an sie gewöhnt haben. Dabei bietet deutsches Streetfood ein abwechslungsreiches Angebot klassischer Speisen und Newcomer, die sich mittlerweile auf den Volksfesten etabliert haben und nicht mehr wegzudenken sind.

Dazu gehören, neben den in zahlreicher Menge vertretenen Bratwurst- und Pommes-Buden, der heisse Schafskäse im Fladenbrot, der gegrillte Riesenfleischspieß, Fischbrötchen in diversen Ausführungen, Poffertjes und Holländische Pommes, Frikadellen, Cevapcici, Döner, Gyros (die letzten vier genannten jeweils auch im Brot), Flammkuchen und auch jede Menge Süßes. Und das ist nur ein Auszug…

Fleischspieß, Pommes, Bockwurst. German Streetfood auf dem Lister-Meilen-Fest.

Fleischspieß, Pommes, Bockwurst. German Streetfood auf dem Lister-Meilen-Fest.

Was gibt es also schöneres, als sich bei sommerlichen 25 Grad einen Fleischspieß und dicke Holländische Pommes zu holen und bei einem frischgezapften Kaltgetränk die Live-Musik an einer der vielen Bühnen zu genießen? Wer es dieses Jahr nicht mehr schafft, sollte sich den Termin für die nächsten Jahre im Kalender blocken.

Hauptbühne am Lister Platz

Hauptbühne am Lister Platz

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Unterwegs in Suedkorea. Teil 2: Seoul Food

Im zweiten Teil unserer kulinarischen Seoul-Reise möchten wir euch drei sehr unterschiedliche Arten koreanischer Küche präsentieren. Wir beginnen mit schmackhaften Eintöpfen für kalte Tage, genießen dann einen echten koreanischen Klassiker und beenden unseren kleinen Ausflug mit Feuer und Fleisch.

In kalten Tagen geht nichts über einen schönen deftigen Eintopf. Es ist die ehrlichste Art des Essens, wahres Slow-Food, an dem man die Hände, den Magen und die Seele wärmen kann. In den meisten Ländern gibt es diese Art der Küche – selbstverständlich auch in Korea, mit den lokalen Einflüssen und Zutaten, die diese Gerichte besonders machen.

Wir sind wieder unterwegs durch das frostige Myeong-Dong und landen im Restaurant Onedang, um uns aufzuwärmen. Wie es der Zufall will, sind auf der umfangreichen Speisekarte auch verschiedene Eintöpfe zu finden – perfekt, für einen solchen Tag. Unsere Wahl fällt auf den Kimchi Stew (Eintopf mit Kimchi und Schweinerippchen) und den Eintopf mit Meeresfrüchten. Während wir auf unsere Bestellung warten, gibt es schon mal Wasser und etwas zu Naschen aufs Haus. Der Kellner serviert mehrere Schälchen mit eingelegtem Gemüse, Gürkchen und Kimchi, mit denen wir unsere Wartezeit verkürzen. Kurze Zeit später ist es aber auch schon soweit und uns werden zwei große, siedend heiße Tonschüsseln mit Eintopf serviert, die fast überschwappen.

Der Kimchi Stew ist heiß, würzig, scharf (nicht zu scharf, sondern genau richtig) und hat das Aroma der Schweinerippchen, die so zart sind, das man das Fleisch mit den Stäbchen vom Knochen lösen kann, intensiv aufgenommen. Der Eintopf wird mit einer Schere serviert, um die großen Stücke Kimchi, die darin schwimmen, klein zu kriegen. Für den Europäer ungewohnt, in Korea durchaus üblich. Die Mischung aus Heiß und Scharf zeigt die erwartete Wirkung und schmeckt darüber hinaus wirklich richtig gut. Der Meeresfrüchte-Eintopf ist die mildere Variante, leicht säuerlich mit einem intensiven Geschmack nach Meer. Durch die großzügigen Zugabe von Tofu, bleibt dieses Gericht fleischfrei. Beide Eintöpfe gehören zu den besten Essen, die wir auf unserer Reise genießen durften und sind uneingeschränkt zu empfehlen!

Collage_Onedang

Ehrliches Essen für die Seele: Kimchi und Meeresfrüchte Eintopf

Auch unsere zweite Station beschert uns Essen aus Ton- bzw. Steinpötten und führt uns zu einem Klassiker der koreanischen Küche. Viele kennen sicherlich Bibimbap, das es längst über die asiatischen Grenzen nach Deutschland geschafft hat und sich hoher Beliebtheit erfreut. In einem heißen Steinpott (Dolsot) werden verschiedene (meist eingelegte) Gemüsesorten auf Reis serviert. Dazu gehört eine scharfe rote Sauce (Gochujang) und häufig auch ein Ei. Das besondere ist, dass das Bibimbap im heißen Dolsot nachgart und der Reis langsam am Boden eine Kruste bildet. Während man alles kräftig umrührt, bruzzelt alles weiter vor sich hin, das Ei stockt und verbindet sich mit den anderen Zutaten und die scharfe Sauce gibt dem ganzen Feuer.

Unser Bibimbap hatten wir in einem Lokal namens Hanguk-jib in der Lotte World Mall auf der südlichen Flussseite und relativ weit von unserem Hotel in Chungmuro entfernt. Wir waren zufrieden, weisen aber darauf hin, dass man in Seoul nicht weit fahren muss um ein exzellentes Bibimbap zu genießen. Mittlerweile ist es selbst in Deutschland, nicht so schwer ein koreanisches Lokal zu finden, das ein authentisches Bibimbap anbietet. Für jeden Seoul-Reisenden gehört der Genuss eines Bibimbaps definitiv zu den Must-Eats.

Mit einem weiteren Must-Eat kommen wir zu unserer letzten Station für heute. Achtung, hier wird gegrillt. Direkt am Tisch. Und das mit Kohle! Was wäre eine Seoul-Tour ohne das Korean-BBQ? Aus kulinarischer Sicht sicherlich unvollständig.

Collage_Hangookjib

Bibimbap: Ein koreanischer Klassiker erobert die Welt.

Wieder in Myeong-Dong unterwegs und folgen wir einer Empfehlung ins Restaurant Wangbi-jib. Das Lokal ist proppenvoll, aber wir haben Glück und nach nur 15 Minuten Wartezeit wird ein Tisch für uns frei. In der Mitte der Tisches ist eine runde Aussparung und darüber befindet sich ein Rauchabzug – hier geht es gleich zur Sache. Nach einem ausgiebigen Blick in die Karte entscheiden wir uns für marmoriertes Rindfleisch, was fantastisch aussieht, und deftigen Schweinebauch. Dazu passend gibt es koreanisches Cass-Bier vom Fass (think global, drink lokal!).

Kaum bestellt geht es schon mit den Beilagen los. Es werden wieder zahlreiche Schälchen mit scharfer Sauce, Gemüse, Kimchi und Salat serviert – eines davon enthält eine Art Krautsalat, auf das ein rohes Ei geschlagen wurde. Auf Nachfrage wird uns verraten, wie man ihn isst. Man rührt das rohe Ei unter den Krautalat und isst ihn später zum Fleisch.

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Der Kellner bringt eine Schäle mit glühender Holzkohle, setzt sie in die Aussparung des Tisches und legt den Grillrost darauf. Dann folgt schon der nächste mit dem Fleisch, Pilzen, Zwiebeln und Knoblauch, die direkt auf den Grill kommen. Das heiße Grillgut wird nun zusammen mit dem Krautsalat in ein Salatblatt gewickelt und wie ein Wrap mit der Hand gegessen. Super Sache!

Das Schöne daran ist, dass man sich richtig Zeit nimmt und erlebt, wie aus hochwertigen Zutaten eine leckere Mahlzeit wird. Dies gibt einem Gelegenheit bei einem oder zwei Bierchen, den Tag Revue passieren zu lassen und neben des Essens auch die Atmosphäre zu genießen. Als kleinen Abschluss teilen wir uns noch eine kleine Flasche Makgeolli – ein alkoholisches Getränk auf Reisbasis. Die milchige Flüssigkeit schmeckt mild und hat doch ein unverwechselbares Aroma. Der perfekte Abschluss eines schönen und kulinarisch aufregenden Abends.

Collage_Wangbijib

Feuer und Fleisch: Korean BBQ

OneDang Gamjatang Myeongdong Store 2
25-33 Chungmuro1-ga, Jung-gu
Seoul, Südkorea

Hanguk-jib
Lotte World Mall
300 Olympic-ro, Songpa-gu
Seoul, Südkorea

http://www.wangbijib.com/
2F 63-6 Chungmuro-2ga, Jung-gu
Seoul, Südkorea

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Unterwegs in Suedkorea. Teil 1: Seoul Kitchen

Unsere Reise führt uns dieses Mal nach Seoul. Die südkoreanische Metropole liegt für den Mitteleuropäer gute zehn Flugstunden und einige kulinarische Welten entfernt. Unsere Anreise erfolgt problemlos über den modernen Flughafen Incheon, der per Expresszug mit dem Stadtzentrum verbunden ist. Der Transfer bis zur Seoul Station dauert etwa 45 Min und ist mit 8.000 Won (etwa 6 €) vergleichsweise günstig.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln lässt sich die Stadt optimal erkunden. Das U-Bahn-Netz ist sehr gut ausgebaut – die Stationen sind gepflegt und die Bahnen fahren pünktlich. Nach einigem Suchen und der freundlichen Unterstützung des Verkäufers eines Seven Eleven, finden wir dann auch unser Hotel in der Nähe der Station Chungmuro, von dem aus wir unsere Erkundungstour starten.

Wir müssen morgens nicht weit laufen um uns ein leckeres Frühstück zu genehmigen. Auf dem Weg zum Dongdaemun Markt fällt uns bei unserem Weg am Kanal entlang eine kleine Passage auf, in der mehrere Essenstände aufgebaut sind. Die meisten verkaufen dort bunte Teigtaschen, die auf dem erstem Blick aussehen wie zu groß geratene Ravioli. Es handelt sich um Kimchi Mandu, mit Fleisch und/oder Gemüse gefüllte Teigtaschen, die in Brühe gekocht und mit Sojasauce und Kimchi serviert werden.

Scharfe Teigtaschen von Hand geformt und mit Liebe gekocht: Kimchi Mandu

Scharfe Teigtaschen von Hand geformt und mit Liebe gekocht: Kimchi Mandu

Da haben wir es auch schon: Kimchi zum Frühstück. Das fermentierte und gerne sehr scharf eingemachte Gemüse begegnet uns in Seoul so gut wie zu jeder Mahlzeit. Und wenn der Geschmack zu Beginn ungewohnt ist, macht es doch diese kleine Note aus, die koreanisches Essen so speziell macht. Kimchi ist unglaublich vielseitig und funktioniert als Beilage zum Hauptgericht, Gewürz im Eintopf oder kleine Knabberei zum Bier.

Das scharfe Frühstück ist schnell verspeist und für den kleinen Hunger zwischendurch nehmen wir uns noch ein paar Kimbap to go mit. Die im Stile einer Maki-Rolle gefüllten Snacks, gibt es mit Rettich und anderem Gemüse und sind für kleines Geld so gut wie überall erhältlich.

Nach dem Marktbesuch und einem kleinen Stadtbummel durch das belebte Shopping- und Business-Viertel Myeong-Dong knurrt uns schon wieder der Magen. In einer Seitenstraße finden wir das Galbi-Lokal Yoogane, was zwar einer Kette angehört aber zur Mittagszeit proppenvoll ist und wirklich ansprechend aussieht. Von daher riskieren wir es. Im Restaurant unserer Wahl wird mit Gas direkt am Tisch gekocht. In großen Pfannen werden scharf mariniertes Fleisch oder auch Fisch gemeinsam mit viel Gemüse angebraten. Bei uns gibt es das spicy Chicken, was seinem Namen alle Ehre macht. Dazu werden eingelegtes Gemüse und natürlich auch Kimchi serviert.

Würzig mariniertes Fleisch mit leckerem Gemüse: Chicken Galbi

Würzig mariniertes Fleisch mit leckerem Gemüse: Chicken Galbi

Frisch gestärkt setzen wir unsere kleine Tour durch die Stadt fort und widmen uns ausgiebig dem schier unendlichen Shopping-Angebot. Es kann im Dezember schon mal kalt werden in Seoul, Temperaturen um den Gefrierpunkt sind hier keine Seltenheit. In meinem Fall versagt die Übergangsjacke ihren Dienst und wird durch ein wintertaugliches Modell ersetzt. Zum Teufel mit der Freigepäckgrenze!

Shopping macht hungrig. Und dass in Myeong-Dong gegen Abend die Street-Food-Stände aufgebaut werden und einem die leckeren Essensdüfte in die Nase steigen, macht es nicht besser. Wir entscheiden uns für eine sehr charmante Art der Kalorienaufnahme: Chicken und Beer (Chimaek). So einfach, so genial. Hier gibt es mariniertes, paniertes und frittiertes (oder gebackenes) Hühnchen mit Dip und dazu eiskaltes Bier. Was muss man dazu noch sagen – außer, dass es in diesem Fall kein Kimchi als Beilage gab… Wir lassen Bilder sprechen.

Mariniert, paniert, frittiert, absorbiert: Chicken & Beer

Mariniert, paniert, frittiert, absorbiert: Chicken & Beer

http://yoogane.com.sg/
3-1 Myeong-dong 2-ga, Jung-gu
Seoul, Südkorea

http://www.chirchir.net/#_=_
21, Myeongdong 7-gil, Jung-gu
Seoul, Südkorea

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Unterwegs in Singapur: Little India

Von dem kleinen Stadtstaat zwischen Malaysia und Indonesien habe ich zugegeben vor meinem ersten Besuch eher wenig Exotik erwartet. Hört man doch immer wieder, es sei so steril, ziemlich unasiatisch und alles sei auf Hochglanz poliert. Eine europäisch anmutende Metropole? Pfft, dafür muss ich doch eigentlich keine zehn Stunden fliegen…

Tatsächlich geht in Singapur alles geordneter zu als in Bangkok oder KL, dennoch hat diese Stadt ihren ganz eigenen Charme, dem ich mich schwer entziehen kann. Neben schier unendlichen Shoppingmalls, Megahotels und einer ziemlich beeindruckenden Kulisse rund um den Hafenbereich (die tägliche Lightshow nicht verpassen!) faszinieren mich in erster Linie die kleinen Dinge – diese sind es auch, die einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Das Nebeneinander der Kulturen, die auf den ersten Blick harmonisch miteinander leben, und dennoch Welten zwischen den Welten durchblicken lassen. Singapur ist eine Stadt, die im wahrsten Sinne des Wortes keine gemeinsame Sprache spricht (es sei denn, Singlish wird irgendwann einmal offizielle Amtssprache). Trotzdem oder genau deswegen begegnen wir extrem weltoffenen Menschen, einem bunten Mix der Kulturen – und natürlich großartigem Essen!

Before traveling to Singapore for the first time I never expected such a charming and interesting town. This very well organized city is a melting point of different cultures with shopping malls, mega hotels and a great harbor skyline (don’t miss the daily light show!). Singapore is a city with no common language unless „Singlish“ will get the official language one day. But this is also the reason we meet very open minded persons, an interesting mix of cultures – and of course great food!

Little India

Tekka Center: Banana Pancake und einmal alles auf Bananenblatt
Die Inder tragen einen großen Teil zur kulturellen Vielfalt Singapurs bei. Unser neu eröffnetes Hotel (wir seien Gäste Nummer zehn teilt man uns stolz mit) liegt mitten in Little India, einem teilweise auf Hochglanz herausgeputzten Viertel, welches aber hinter den Fassaden erahnen lässt, wie schwierig für viele Inder das tägliche Leben als Gastarbeiter in der teuren Stadt ist. In Little India habe sich zahlreiche Händler angesiedelt, und wer gerne indische Mitbringsel shoppen möchte, dem sei die touristisch bekannte Buffalo Road ans Herz gelegt. Hier auch unbedingt einen Abstecher ins Tekka Center machen, denn in der oberen Etage gibt es jede Menge bunte indische Kleidung. Wenn ich es auch selber nicht trage – es ist aber wirklich toll anzusehen.

Im Food Stall des Tekka Centers fängt unser kulinarischer Tag auch an. Das Frühstück haben wir wie so oft nicht im Hotel gebucht, dafür sind wir nun hungrig und stürzen uns auf einen der zahlreichen Stände. Im Gegensatz zu beispielsweise Bangkok gibt es in Singapur nur an wenigen ausgewiesenen Orten Straßenstände, weshalb die Food Stalls in den Markthallen für einen kleinen Snack zu jeder Tageszeit eine gute und günstige Wahl sind. Wir entscheiden uns an diesem Morgen für einen Banana-Pancake (für uns ein Klassiker auf Reisen). Dazu schmeckt ein Eiskaffee, den es an einem der Nachbarstände gibt.

Wer gegen Mittag im Tekka Center Halt macht, dem empfehle ich einen wachsamen Blick auf den größten Reistopf mit der längsten Schlange: Das wird euer Mittagessen! Den Tipp haben wir von einem Freund bekommen, der seit einiger Zeit in der Stadt lebt und uns zielsicher in der Schlange platziert – und es stimmt: An einem indischen Stand mit einem großen Topf und vielen hungrigen Menschen davor haben wir eines unserer Street Food Highlights in Singapur gefunden, ein sensationelles Biryani. Lecker gewürzter Reis, Hühnchen, etwas Gemüse, ein Ei und dazu eine milde Currysauße sowie eine schärfere Chilisauce auf dem Tisch zum Nachwürzen haben uns wahnsinnig satt und glücklich gemacht. Und hübsch angerichtet auf einem Bananenblatt macht auch dieses günstige „Fast Food“ richtig was her!

Tekka Center: Banana Pancake and Street Food on a banana leaf
Our hotel is located in Little India. The parts where tourists normally go are well renovated and really nice to visit, but behind the scenes we can only imagine how hard the life is for all those uncountable Indian immigrant workers you can see on the streets.

If you like to shop indian souvenirs Little India, especially the Buffalo Road, is your place to be. Don’t miss the first floor at Tekka Center where you can buy all kind of Indian clothes.

We start our food trip at the Tekka Center Food Stall with a breakfast. In difference to cities like Bangkok Singapore is not a typical place for having Street Food, because there are only a few places in the city where the food is really served on a street. In Singapore the best place for having cheap and good food all day long are the food stalls wich you can find everywhere in the shopping malls and market places. So we do this morning with one of our favorite breakfast classics banana pancake and an iced coffee.

For having a good lunch at Tekka Center take a look around: Can you see a big rice pot with a big line in front of it? This will be your lunch today! This is a tipp from a friend of us who lives in Singapore and he is right with it. The biryani we have this day is one of the Street Food highlights in Singapore. Spicy rice, chicken, some vegetables, topped with an egg, a creamy curry sauce and a spicy chili sauce – all served on a banana leaf. It is great, cheap and makes happy!

Singapore Tekka Center

Singapore, Little India. Best biryani at Tekka Center


Banana Leaf Apollo: Noch mehr auf Bananenblatt

Das Biryani im Tekka Center hat Lust auf mehr gemacht, so dass wir wieder einem Tipp folgen und zusammen mit unseren local experts einen Abend im Banana Leaf Apollo verbringen, einem gutbesuchten alteingesessenen Restaurant in der Nähe der Station Little India. Wie der Name des Hauses schon sagt, gibt es jede Menge indische Speisen auf dem Bananenblatt. Man bestellt was man mag à la carte, der Service kommt ebenfalls mit Beilagen aus dem Topf (verschiedene Reis- und Gemüsegerichte) an den Tisch. Faire Preise vergleichbar mit denen indischer Restaurants in Europa und große Curry-Portionen machen uns pappsatt und reißen nur ein kleines Loch in unsere Reisekasse.

Banana Leaf Apollo: More food on a banana leaf
The biryani at Tekka Center was so good that we want to have MORE! Together with our local friends we visit the well known and long-established Banana Leaf Apollo close to the Little India Metro Station. As the restaurants name promises you can get here Indian dishes on banana leaf. You order à la carte, but some side orders will be served directly at the table. Prices are fair but comparable with those in Europe.

Singapore Litte India

Singapore, Little India. Great food on a banana leaf at Banana Leaf Apollo

Little India: Official website
Little India Official Website

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