Unterwegs in Suedkorea. Teil 2: Seoul Food

Im zweiten Teil unserer kulinarischen Seoul-Reise möchten wir euch drei sehr unterschiedliche Arten koreanischer Küche präsentieren. Wir beginnen mit schmackhaften Eintöpfen für kalte Tage, genießen dann einen echten koreanischen Klassiker und beenden unseren kleinen Ausflug mit Feuer und Fleisch.

In kalten Tagen geht nichts über einen schönen deftigen Eintopf. Es ist die ehrlichste Art des Essens, wahres Slow-Food, an dem man die Hände, den Magen und die Seele wärmen kann. In den meisten Ländern gibt es diese Art der Küche – selbstverständlich auch in Korea, mit den lokalen Einflüssen und Zutaten, die diese Gerichte besonders machen.

Wir sind wieder unterwegs durch das frostige Myeong-Dong und landen im Restaurant Onedang, um uns aufzuwärmen. Wie es der Zufall will, sind auf der umfangreichen Speisekarte auch verschiedene Eintöpfe zu finden – perfekt, für einen solchen Tag. Unsere Wahl fällt auf den Kimchi Stew (Eintopf mit Kimchi und Schweinerippchen) und den Eintopf mit Meeresfrüchten. Während wir auf unsere Bestellung warten, gibt es schon mal Wasser und etwas zu Naschen aufs Haus. Der Kellner serviert mehrere Schälchen mit eingelegtem Gemüse, Gürkchen und Kimchi, mit denen wir unsere Wartezeit verkürzen. Kurze Zeit später ist es aber auch schon soweit und uns werden zwei große, siedend heiße Tonschüsseln mit Eintopf serviert, die fast überschwappen.

Der Kimchi Stew ist heiß, würzig, scharf (nicht zu scharf, sondern genau richtig) und hat das Aroma der Schweinerippchen, die so zart sind, das man das Fleisch mit den Stäbchen vom Knochen lösen kann, intensiv aufgenommen. Der Eintopf wird mit einer Schere serviert, um die großen Stücke Kimchi, die darin schwimmen, klein zu kriegen. Für den Europäer ungewohnt, in Korea durchaus üblich. Die Mischung aus Heiß und Scharf zeigt die erwartete Wirkung und schmeckt darüber hinaus wirklich richtig gut. Der Meeresfrüchte-Eintopf ist die mildere Variante, leicht säuerlich mit einem intensiven Geschmack nach Meer. Durch die großzügigen Zugabe von Tofu, bleibt dieses Gericht fleischfrei. Beide Eintöpfe gehören zu den besten Essen, die wir auf unserer Reise genießen durften und sind uneingeschränkt zu empfehlen!

Collage_Onedang

Ehrliches Essen für die Seele: Kimchi und Meeresfrüchte Eintopf

Auch unsere zweite Station beschert uns Essen aus Ton- bzw. Steinpötten und führt uns zu einem Klassiker der koreanischen Küche. Viele kennen sicherlich Bibimbap, das es längst über die asiatischen Grenzen nach Deutschland geschafft hat und sich hoher Beliebtheit erfreut. In einem heißen Steinpott (Dolsot) werden verschiedene (meist eingelegte) Gemüsesorten auf Reis serviert. Dazu gehört eine scharfe rote Sauce (Gochujang) und häufig auch ein Ei. Das besondere ist, dass das Bibimbap im heißen Dolsot nachgart und der Reis langsam am Boden eine Kruste bildet. Während man alles kräftig umrührt, bruzzelt alles weiter vor sich hin, das Ei stockt und verbindet sich mit den anderen Zutaten und die scharfe Sauce gibt dem ganzen Feuer.

Unser Bibimbap hatten wir in einem Lokal namens Hanguk-jib in der Lotte World Mall auf der südlichen Flussseite und relativ weit von unserem Hotel in Chungmuro entfernt. Wir waren zufrieden, weisen aber darauf hin, dass man in Seoul nicht weit fahren muss um ein exzellentes Bibimbap zu genießen. Mittlerweile ist es selbst in Deutschland, nicht so schwer ein koreanisches Lokal zu finden, das ein authentisches Bibimbap anbietet. Für jeden Seoul-Reisenden gehört der Genuss eines Bibimbaps definitiv zu den Must-Eats.

Mit einem weiteren Must-Eat kommen wir zu unserer letzten Station für heute. Achtung, hier wird gegrillt. Direkt am Tisch. Und das mit Kohle! Was wäre eine Seoul-Tour ohne das Korean-BBQ? Aus kulinarischer Sicht sicherlich unvollständig.

Collage_Hangookjib

Bibimbap: Ein koreanischer Klassiker erobert die Welt.

Wieder in Myeong-Dong unterwegs und folgen wir einer Empfehlung ins Restaurant Wangbi-jib. Das Lokal ist proppenvoll, aber wir haben Glück und nach nur 15 Minuten Wartezeit wird ein Tisch für uns frei. In der Mitte der Tisches ist eine runde Aussparung und darüber befindet sich ein Rauchabzug – hier geht es gleich zur Sache. Nach einem ausgiebigen Blick in die Karte entscheiden wir uns für marmoriertes Rindfleisch, was fantastisch aussieht, und deftigen Schweinebauch. Dazu passend gibt es koreanisches Cass-Bier vom Fass (think global, drink lokal!).

Kaum bestellt geht es schon mit den Beilagen los. Es werden wieder zahlreiche Schälchen mit scharfer Sauce, Gemüse, Kimchi und Salat serviert – eines davon enthält eine Art Krautsalat, auf das ein rohes Ei geschlagen wurde. Auf Nachfrage wird uns verraten, wie man ihn isst. Man rührt das rohe Ei unter den Krautalat und isst ihn später zum Fleisch.

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Der Kellner bringt eine Schäle mit glühender Holzkohle, setzt sie in die Aussparung des Tisches und legt den Grillrost darauf. Dann folgt schon der nächste mit dem Fleisch, Pilzen, Zwiebeln und Knoblauch, die direkt auf den Grill kommen. Das heiße Grillgut wird nun zusammen mit dem Krautsalat in ein Salatblatt gewickelt und wie ein Wrap mit der Hand gegessen. Super Sache!

Das Schöne daran ist, dass man sich richtig Zeit nimmt und erlebt, wie aus hochwertigen Zutaten eine leckere Mahlzeit wird. Dies gibt einem Gelegenheit bei einem oder zwei Bierchen, den Tag Revue passieren zu lassen und neben des Essens auch die Atmosphäre zu genießen. Als kleinen Abschluss teilen wir uns noch eine kleine Flasche Makgeolli – ein alkoholisches Getränk auf Reisbasis. Die milchige Flüssigkeit schmeckt mild und hat doch ein unverwechselbares Aroma. Der perfekte Abschluss eines schönen und kulinarisch aufregenden Abends.

Collage_Wangbijib

Feuer und Fleisch: Korean BBQ

OneDang Gamjatang Myeongdong Store 2
25-33 Chungmuro1-ga, Jung-gu
Seoul, Südkorea

Hanguk-jib
Lotte World Mall
300 Olympic-ro, Songpa-gu
Seoul, Südkorea

http://www.wangbijib.com/
2F 63-6 Chungmuro-2ga, Jung-gu
Seoul, Südkorea

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Unterwegs in Suedkorea. Teil 1: Seoul Kitchen

Unsere Reise führt uns dieses Mal nach Seoul. Die südkoreanische Metropole liegt für den Mitteleuropäer gute zehn Flugstunden und einige kulinarische Welten entfernt. Unsere Anreise erfolgt problemlos über den modernen Flughafen Incheon, der per Expresszug mit dem Stadtzentrum verbunden ist. Der Transfer bis zur Seoul Station dauert etwa 45 Min und ist mit 8.000 Won (etwa 6 €) vergleichsweise günstig.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln lässt sich die Stadt optimal erkunden. Das U-Bahn-Netz ist sehr gut ausgebaut – die Stationen sind gepflegt und die Bahnen fahren pünktlich. Nach einigem Suchen und der freundlichen Unterstützung des Verkäufers eines Seven Eleven, finden wir dann auch unser Hotel in der Nähe der Station Chungmuro, von dem aus wir unsere Erkundungstour starten.

Wir müssen morgens nicht weit laufen um uns ein leckeres Frühstück zu genehmigen. Auf dem Weg zum Dongdaemun Markt fällt uns bei unserem Weg am Kanal entlang eine kleine Passage auf, in der mehrere Essenstände aufgebaut sind. Die meisten verkaufen dort bunte Teigtaschen, die auf dem erstem Blick aussehen wie zu groß geratene Ravioli. Es handelt sich um Kimchi Mandu, mit Fleisch und/oder Gemüse gefüllte Teigtaschen, die in Brühe gekocht und mit Sojasauce und Kimchi serviert werden.

Scharfe Teigtaschen von Hand geformt und mit Liebe gekocht: Kimchi Mandu

Scharfe Teigtaschen von Hand geformt und mit Liebe gekocht: Kimchi Mandu

Da haben wir es auch schon: Kimchi zum Frühstück. Das fermentierte und gerne sehr scharf eingemachte Gemüse begegnet uns in Seoul so gut wie zu jeder Mahlzeit. Und wenn der Geschmack zu Beginn ungewohnt ist, macht es doch diese kleine Note aus, die koreanisches Essen so speziell macht. Kimchi ist unglaublich vielseitig und funktioniert als Beilage zum Hauptgericht, Gewürz im Eintopf oder kleine Knabberei zum Bier.

Das scharfe Frühstück ist schnell verspeist und für den kleinen Hunger zwischendurch nehmen wir uns noch ein paar Kimbap to go mit. Die im Stile einer Maki-Rolle gefüllten Snacks, gibt es mit Rettich und anderem Gemüse und sind für kleines Geld so gut wie überall erhältlich.

Nach dem Marktbesuch und einem kleinen Stadtbummel durch das belebte Shopping- und Business-Viertel Myeong-Dong knurrt uns schon wieder der Magen. In einer Seitenstraße finden wir das Galbi-Lokal Yoogane, was zwar einer Kette angehört aber zur Mittagszeit proppenvoll ist und wirklich ansprechend aussieht. Von daher riskieren wir es. Im Restaurant unserer Wahl wird mit Gas direkt am Tisch gekocht. In großen Pfannen werden scharf mariniertes Fleisch oder auch Fisch gemeinsam mit viel Gemüse angebraten. Bei uns gibt es das spicy Chicken, was seinem Namen alle Ehre macht. Dazu werden eingelegtes Gemüse und natürlich auch Kimchi serviert.

Würzig mariniertes Fleisch mit leckerem Gemüse: Chicken Galbi

Würzig mariniertes Fleisch mit leckerem Gemüse: Chicken Galbi

Frisch gestärkt setzen wir unsere kleine Tour durch die Stadt fort und widmen uns ausgiebig dem schier unendlichen Shopping-Angebot. Es kann im Dezember schon mal kalt werden in Seoul, Temperaturen um den Gefrierpunkt sind hier keine Seltenheit. In meinem Fall versagt die Übergangsjacke ihren Dienst und wird durch ein wintertaugliches Modell ersetzt. Zum Teufel mit der Freigepäckgrenze!

Shopping macht hungrig. Und dass in Myeong-Dong gegen Abend die Street-Food-Stände aufgebaut werden und einem die leckeren Essensdüfte in die Nase steigen, macht es nicht besser. Wir entscheiden uns für eine sehr charmante Art der Kalorienaufnahme: Chicken und Beer (Chimaek). So einfach, so genial. Hier gibt es mariniertes, paniertes und frittiertes (oder gebackenes) Hühnchen mit Dip und dazu eiskaltes Bier. Was muss man dazu noch sagen – außer, dass es in diesem Fall kein Kimchi als Beilage gab… Wir lassen Bilder sprechen.

Mariniert, paniert, frittiert, absorbiert: Chicken & Beer

Mariniert, paniert, frittiert, absorbiert: Chicken & Beer

http://yoogane.com.sg/
3-1 Myeong-dong 2-ga, Jung-gu
Seoul, Südkorea

http://www.chirchir.net/#_=_
21, Myeongdong 7-gil, Jung-gu
Seoul, Südkorea

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Unterwegs in Singapur: Little India

Von dem kleinen Stadtstaat zwischen Malaysia und Indonesien habe ich zugegeben vor meinem ersten Besuch eher wenig Exotik erwartet. Hört man doch immer wieder, es sei so steril, ziemlich unasiatisch und alles sei auf Hochglanz poliert. Eine europäisch anmutende Metropole? Pfft, dafür muss ich doch eigentlich keine zehn Stunden fliegen…

Tatsächlich geht in Singapur alles geordneter zu als in Bangkok oder KL, dennoch hat diese Stadt ihren ganz eigenen Charme, dem ich mich schwer entziehen kann. Neben schier unendlichen Shoppingmalls, Megahotels und einer ziemlich beeindruckenden Kulisse rund um den Hafenbereich (die tägliche Lightshow nicht verpassen!) faszinieren mich in erster Linie die kleinen Dinge – diese sind es auch, die einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Das Nebeneinander der Kulturen, die auf den ersten Blick harmonisch miteinander leben, und dennoch Welten zwischen den Welten durchblicken lassen. Singapur ist eine Stadt, die im wahrsten Sinne des Wortes keine gemeinsame Sprache spricht (es sei denn, Singlish wird irgendwann einmal offizielle Amtssprache). Trotzdem oder genau deswegen begegnen wir extrem weltoffenen Menschen, einem bunten Mix der Kulturen – und natürlich großartigem Essen!

Before traveling to Singapore for the first time I never expected such a charming and interesting town. This very well organized city is a melting point of different cultures with shopping malls, mega hotels and a great harbor skyline (don’t miss the daily light show!). Singapore is a city with no common language unless „Singlish“ will get the official language one day. But this is also the reason we meet very open minded persons, an interesting mix of cultures – and of course great food!

Little India

Tekka Center: Banana Pancake und einmal alles auf Bananenblatt
Die Inder tragen einen großen Teil zur kulturellen Vielfalt Singapurs bei. Unser neu eröffnetes Hotel (wir seien Gäste Nummer zehn teilt man uns stolz mit) liegt mitten in Little India, einem teilweise auf Hochglanz herausgeputzten Viertel, welches aber hinter den Fassaden erahnen lässt, wie schwierig für viele Inder das tägliche Leben als Gastarbeiter in der teuren Stadt ist. In Little India habe sich zahlreiche Händler angesiedelt, und wer gerne indische Mitbringsel shoppen möchte, dem sei die touristisch bekannte Buffalo Road ans Herz gelegt. Hier auch unbedingt einen Abstecher ins Tekka Center machen, denn in der oberen Etage gibt es jede Menge bunte indische Kleidung. Wenn ich es auch selber nicht trage – es ist aber wirklich toll anzusehen.

Im Food Stall des Tekka Centers fängt unser kulinarischer Tag auch an. Das Frühstück haben wir wie so oft nicht im Hotel gebucht, dafür sind wir nun hungrig und stürzen uns auf einen der zahlreichen Stände. Im Gegensatz zu beispielsweise Bangkok gibt es in Singapur nur an wenigen ausgewiesenen Orten Straßenstände, weshalb die Food Stalls in den Markthallen für einen kleinen Snack zu jeder Tageszeit eine gute und günstige Wahl sind. Wir entscheiden uns an diesem Morgen für einen Banana-Pancake (für uns ein Klassiker auf Reisen). Dazu schmeckt ein Eiskaffee, den es an einem der Nachbarstände gibt.

Wer gegen Mittag im Tekka Center Halt macht, dem empfehle ich einen wachsamen Blick auf den größten Reistopf mit der längsten Schlange: Das wird euer Mittagessen! Den Tipp haben wir von einem Freund bekommen, der seit einiger Zeit in der Stadt lebt und uns zielsicher in der Schlange platziert – und es stimmt: An einem indischen Stand mit einem großen Topf und vielen hungrigen Menschen davor haben wir eines unserer Street Food Highlights in Singapur gefunden, ein sensationelles Biryani. Lecker gewürzter Reis, Hühnchen, etwas Gemüse, ein Ei und dazu eine milde Currysauße sowie eine schärfere Chilisauce auf dem Tisch zum Nachwürzen haben uns wahnsinnig satt und glücklich gemacht. Und hübsch angerichtet auf einem Bananenblatt macht auch dieses günstige „Fast Food“ richtig was her!

Tekka Center: Banana Pancake and Street Food on a banana leaf
Our hotel is located in Little India. The parts where tourists normally go are well renovated and really nice to visit, but behind the scenes we can only imagine how hard the life is for all those uncountable Indian immigrant workers you can see on the streets.

If you like to shop indian souvenirs Little India, especially the Buffalo Road, is your place to be. Don’t miss the first floor at Tekka Center where you can buy all kind of Indian clothes.

We start our food trip at the Tekka Center Food Stall with a breakfast. In difference to cities like Bangkok Singapore is not a typical place for having Street Food, because there are only a few places in the city where the food is really served on a street. In Singapore the best place for having cheap and good food all day long are the food stalls wich you can find everywhere in the shopping malls and market places. So we do this morning with one of our favorite breakfast classics banana pancake and an iced coffee.

For having a good lunch at Tekka Center take a look around: Can you see a big rice pot with a big line in front of it? This will be your lunch today! This is a tipp from a friend of us who lives in Singapore and he is right with it. The biryani we have this day is one of the Street Food highlights in Singapore. Spicy rice, chicken, some vegetables, topped with an egg, a creamy curry sauce and a spicy chili sauce – all served on a banana leaf. It is great, cheap and makes happy!

Singapore Tekka Center

Singapore, Little India. Best biryani at Tekka Center


Banana Leaf Apollo: Noch mehr auf Bananenblatt

Das Biryani im Tekka Center hat Lust auf mehr gemacht, so dass wir wieder einem Tipp folgen und zusammen mit unseren local experts einen Abend im Banana Leaf Apollo verbringen, einem gutbesuchten alteingesessenen Restaurant in der Nähe der Station Little India. Wie der Name des Hauses schon sagt, gibt es jede Menge indische Speisen auf dem Bananenblatt. Man bestellt was man mag à la carte, der Service kommt ebenfalls mit Beilagen aus dem Topf (verschiedene Reis- und Gemüsegerichte) an den Tisch. Faire Preise vergleichbar mit denen indischer Restaurants in Europa und große Curry-Portionen machen uns pappsatt und reißen nur ein kleines Loch in unsere Reisekasse.

Banana Leaf Apollo: More food on a banana leaf
The biryani at Tekka Center was so good that we want to have MORE! Together with our local friends we visit the well known and long-established Banana Leaf Apollo close to the Little India Metro Station. As the restaurants name promises you can get here Indian dishes on banana leaf. You order à la carte, but some side orders will be served directly at the table. Prices are fair but comparable with those in Europe.

Singapore Litte India

Singapore, Little India. Great food on a banana leaf at Banana Leaf Apollo

Little India: Official website
Little India Official Website

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German Street Food: Currywurst

Über die Zubereitung von Nationalgerichten kann in jedem Land genüsslich am Tisch diskutiert werden. Auch wir Deutschen sind uns herzlich uneins, wenn es um unsere berühmteste Wurst – die Currywurst – geht. Wir kennen sie als Bratcurry oder gebrühte Currywurst, mal geschnitten und in Sauce ertränkt, mal im Ganzen mit Ketchup gekrönt. Gebraten, frittiert, gedünstet, gegrillt. Oder für den Gourmet sogar mit einem hauchzarten goldenen Blatt verziert. Der Berliner fragt seinen Gast: „mit oder ohne“. Gemeint ist mit Darm oder pellenlos. Dazu gibt es Toast, Brötchen oder Pommes. Mit Ketchup, Mayo oder beidem… Welche ist die beste? Welche euch schmeckt! Guten Appetit!

Hier schmeckt die Currywurst besonders gut:

Curry 36, Berlin-Kreuzberg. Ohne Darm.

Plümecke, Hannover-List. Currywurst-Pommes klassisch.

Curry, Düsseldorf. Ein Klassiker – aber mit Stil.

Auch nett: Die Historie der Currywurst auf Wikipedia

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Everyone likes to discuss about their national favorite dishes. Also we Germans do: what is the best Currysausage? The brewed one? (Deep) fried? Grilled? A cutted sausage or a „crowned“ one with a lot of ketchup and curry powder on the top? In Berlin, you will be asked „with or without“. Find out yourself what it means. As a side order you may try a toast, french fries or some bread. Which one is the best? That one YOU like! Guten Appetit!

currywurdt

Oben: Currywurst im Plümecke, Hannover. Unten: Das Curry 36 in Berlin

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Unterwegs in Japan: Asakusa (Tokio) Teil 1

Ich habe Fernweh wie noch nie.

Bisher war meine Leidenschaft für Japan nicht greifbar. Eine Woche Tokio und ein Abstecher nach Kyoto haben das geändert. Nicht, dass diese kurze Zeit genügen würde, um auch nur ansatzweise dieses Land und seine Kultur zu verstehen – geschweige denn behaupten zu können man hätte alle Hotspots in Tokio besucht. Aber ich weiß nun, dass ich mehr von diesem wunderschönen Land sehen möchte.

Bereits auf dem Weg in unser Hotel im Tempelbezirk Asakusa beschleicht mich das wohlige Gefühl nach Hause zu kommen. Obwohl so vieles fremd und anders ist, fühlt es sich vertraut an.


Dank der freundlichen Tokioter am Flughafen und in der Metro erreichen wir problemlos unser Ziel. Sie sind den Anblick verwirrter Touristen vor Ticketautomaten (die stark an die achtziger Jahre erinnern – aber im Gegensatz zur den Touchscreen-Geräten in Deutschland funktionieren und sogar Wechselgeld in Scheinen ausgeben) gewöhnt und helfen gern. Während unseres Aufenthaltes begegnen wir überwiegend hilfsbereiten und aufgeschlossenen Menschen, die uns über die ein oder andere Sprachbarriere helfen.


Die Suche nach einem geeignetem Restaurant kann sich schwierig gestalten, wenn man aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse die Speisekarten nicht ansatzweise deuten kann. Werden hier Nudeln gekocht? Welche Nudeln? Keine Nudeln? Sushi? Gyozas? Tepanyaki? Und was kostet das ganze? Wir sind ja in der Regel mutig, aber ganz ohne Anhaltspunkte wird die Wahl des Lokals zur Sneak Preview. Nur gut, dass viele der Restaurants auch Karten in englischer Sprache oder Plastikmodelle zur Veranschaulichung in der Auslage haben. Dieses „Plastikessen“ im Schaufenster ist übrigens nicht ungewöhnlich und deutet auch nicht auf mangelnde Qualität hin.


In der Altstadt von Asasuka, mit ihrer niedrigen Bebauung und der Vielzahl kleiner lauschiger Lokale, startet unsere kulinarische Reise mit jeweils einer Tuna-Don (eine Schüssel mit rohem Thunfisch auf Sushi-Reis) im Restaurant UOSAI. Bei der Getränkewahl orientieren wir uns an den Einheimischen und stellen fest, dass man hier gerne das ein oder andere Bier trinkt. Zur Info: In den Restaurants wird noch fleißig geraucht – die meisten haben aber funktionierende Klimaanlagen, die es auch für Nichtraucher erträglich machen.

Roher Fisch auf Sushi-Reis im UOSAI

Roher Fisch auf Sushi-Reis im UOSAI

Bei der Wahl der Biermarke gibt es in Tokio wenig Spielraum. Der Tokioter trinkt Asahi. Die Brauerei hat ihren Hauptsitz auf der anderen Flussseite. Kleiner Tipp: Im 22. Stock der Zentrale (die einem Bierglas nachempfunden ist) kann man ein frischgezapftes Asahi (bei -2 Grad Celsius) mit Blick über die Stadt genießen.

Asahi-Hauptquartier und Bar

Asahi-Hauptquartier und Bar

Sollte man in Tokio ein Hotel ohne Frühstück gebucht haben, ist das nicht weiter schlimm. Der Weg zum nächsten Snack ist in der Regel nicht weit. Besonders rund um den Senso-Ji Tempel in Asakusa gibt es ein breites Angebot an Gebackenem und Frittiertem. Mein Favorit ist der Laden mit den Fischwaffeln (keine Sorge: 100% Waffel, 0% Fisch). Probiert auf jeden Fall die mit „Premium Creme“- und Schokoladenfüllung!

Fisch-Waffel-Produktion und -Verkauf in Asakusa

Fisch-Waffel-Produktion und -Verkauf in Asakusa

Sehr lecker sind auch die Age-Manju. Die frittierte japanische Süßigkeit gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Kirsche, Grüner Tee oder Kürbis. Haltet auf dem Weg zum Senso-Ji – kurz vor dem Haupteingang – Ausschau nach einer langen Schlange.

Age-Manju - frittierte Snacks mit buntem Inneren

Age-Manju – frittierte Snacks mit buntem Inneren

Ebenfalls in der Nähe des Tempels findet ihr eine kleine Backstube, die frische Melonenbrote (Meron Pan) und Apfelkuchen anbietet. Die süßen Brote verdanken ihren Namen der melonenartigen Form. Hier gilt wie auch sonst in Japan: Lasst euch von langen Warteschlagen nicht abschrecken. Das ist ein Zeichen für Qualität und in der Regel lohnt sich das Anstehen. Sobald man die Papiertüte mit dem heißen, duftenden und dampfenden Brot in den Händen hält, ist die Wartezeit vergessen.

Meron Pan - Schlange stehen fürs Frühstück

Meron Pan – Schlange stehen fürs Frühstück

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