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Unterwegs in Indonesien: Pulau Weh (Teil 2: Iboih)

Unsere Tage haben wir auf Pulau Weh überwiegend auf der anderen Seite der Insel in dem kleinen Örtchen Iboih Beach verbracht, dem zweiten touristischen Hotspot der nordindonesischen Insel. Iboih liegt wunderschön im Regenwald und bietet eine tolle Aussicht auf ein paar kleine vorgelagerte Inseln. Statt Relaxen am Strand, der hier sehr überschaubar ausfällt, steht hier jedoch klar der Tauchsport im Vordergrund, die Bungalows sind einfach auf Backpacker ausgerichtet und die Mücken leider zahlreich. Auch wir haben das Abenteuer Unterwasserwelt für uns entdeckt und in einem fünftägigen Tauchkurs endlich unseren PADI Open Water gemacht. Ein paar Tauchschulen bieten hier Kurse an, mit Rubiah Tirta und unserem Tauchlehrer Pablo haben wir für uns eine sehr gute Wahl getroffen. Über die schöne Unterwasserwelt wird im Web viel berichtet, und auch uns hat das Tauchfieber nun nach einigen Anläufen endlich richtig gepackt. 30 Grad Wassertemperatur mit exzellenten Sichtbedingungen, bunte Tropenfische und als Highlight ein brodelnder Unterwasservulkan sind ideale Bedingungen für Anfänger. Weitere Pluspunkte gibt es zudem für die maximal 15-minüte Bootsfahrt zu den Tauchrevieren.

Die Tauchtage sind in der Regel mit einer langen Mittagspause versehen, in der – tata! – die umliegenden kleinen Restaurants getestet werden können. 

Auswahl gibt es in Iboih genug, grob unterschieden wird in à la carte und dem beliebten indonesischen Buffet, meist die günstigere Variante. Wir machen es wie alle anderen auch und entscheiden Tag für Tag spontan, wo das leckerste Essen in den Töpfen bruzzelt. Alle Lokalitäten liegen entweder direkt am Strand oder in zweiter Reihe mit Meerblick, so dass man eigentlich überall nett sitzt. Tauchschüler sind hier gerne gesehen, die meisten Besitzer sprechen ein paar Worte Englisch. Empfehlen können wir Dee Dee’s Kitchen in direkter erster Reihe (leckere Fruitshakes!) sowie das kleine Restaurant am anderen Ende des Strandes, wo es zur Mittagszeit ein gutes Buffet gibt. Ihr erkennt es an den bunten Stühlen, die am Strand stehen. Weiter vorne am Ortseingang (noch vor der Treppe zum hinteren Ortsteil) in einem etwas größeren Restaurant in zweiter Reihe hatten wir zudem den besten frischen Fisch unserer Reise, der auf einem kleinen Holzkohlengrill nach unseren Wünschen zubereitet wurde.

Dee Dee's Kitchen Iboih Sabang

Dee Dee’s Kitchen: Relaxen am Strand

Food at Iboih Beach

Gado Gado und Barbecue-Fisch mit Ketjub: In Iboih gibt es viel Auswahl

Iboih Beach

Strandbar in Iboih

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Unterwegs in Indonesien: Pulau Weh (Teil 1: Sabang)

Der erste Besuch Indonesiens führt uns an den nördlichsten Punkt Sumatras, in die Provinz Aceh. Über den kleinen International Airport in Bandah Aceh ist die Region mittlerweile zum Beispiel von Kuala Lumpur aus gut erreichbar. Die autonome Region ist 2004 durch die schweren Zerstörungen durch den Tsunami zu trauriger Berühmtheit erlangt, dieses Kapitel wird heute im örtlichen Tsunami Museum eindrucksvoll erzählt – und quasi jeder Local, mit dem wir ins Gespräch kamen, hat uns seine persönliche Geschichte des Tages erzählt, an dem sich hier alles verändert hat.
Die Provinzhauptstadt hat neben ihrer Geschichte auch sonst noch so einiges zu bieten, ein Stopover oder auch ein paar Tage länger sollte man sich Zeit nehmen, um Menschen, Kultur und natürlich das Essen kennenzulernen. Aceh ist vor allem für weibliche Europäerinnen zunächst einmal ein kleiner Kulturschock. Fast die gesamte Bevölkerung kleidet sich traditionell, was auch bei tropischen Temperaturen für Frauen lange Kleidung und Kopfbedeckung bedeutet. Unverschleierte Westlerinnen sind völlig ok, aber trotzdem ein Highlight, und schon auf der Fähre von Bandah Aceh nach Pulau Weh, der vorgelagerten Insel, werde ich als Deutsche mehrmals um ein gemeinsames Foto gebeten. In den kommenden knapp zwei Wochen vor Ort wird mir das noch oft passieren, und aus anfänglicher Berührungsangst werden viele lustige Situationen. Übrigens sind es fast immer die Mädels, die um ein Foto bitten 😉 Nach inzwischen vielen Reisen in südostasiatische Länder bleibt mir in Aceh vor allem die den Touristen gegenüber aufgeschlossene, hilfsbereite und neugierige Bevölkerung in Erinnerung. Das liegt sicher auch daran, dass der Tourismus hier noch entspannte Seiten zeigt, Massentourismus ist noch ein Fremdwort und die meisten Gäste kommen aus den umliegenden asiatischen Ländern. Doch auch hier ziehen ausländische Investoren die ersten großen Hotelanlagen hoch, einige bereits betonierte Plätze hat man uns gezeigt. Das Potential ist mit großartigen Tauchrevieren und einer Tropeninsel wie sie im Bilderbuch steht natürlich riesig – es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation hier entwickelt.

How to eat in Sabang
Die Insel ist klein und überwiegend dörflich geprägt. Eine Inseltour mit den wesentlichen Highlights wie Wasserfall, Vulkan und Nullpunkt ist bequem in einem Tag zu schaffen. Die Inselhauptstadt Sabang ist im Ortskern in keiner Weise touristisch geprägt, weshalb es hier ausschließlich Restaurants gibt, in denen man regional essen kann. Ein einfaches Nasi Goreng hatten wir in einem kleinen namenlosen Imbiss an der Hauptstraße.

Nasi Goreng in einem kleinen Restaurant in Sabang

Nasi Goreng in einem kleinen Restaurant in Sabang

Zwei „Ressorts“ liegen am Santai Sumur Tiga, dem wohl schönsten Strand der Insel einige Kilometer außerhalb Sabangs. Freddies und die etwas modernere Casa Nemo liegen an je einem Ende des Strandes und sind beide einen Besuch wert. Casa Nemo bietet zudem als einzige Location an ausgewählten Tagen eine Art westliches „Nachtleben“. Wir durften einer Insel-Rockband zuhören, die mit ihren indonesischen Songs auf viel Begeisterung beim indonesisch-westlichen Publikum stieß. Auch das Restaurant ist einen Besuch wert, in netter Atmosphäre gibt es gutes einheimisches und westliches Essen.

Casa Nemo Santai Sumur Tiga

Live-Musik und Gado Gado im Casa Nemo, Santai Sumur Tiga

Am anderen Ende des Strandes liegt Freddies, wo wir unseren kleinen Bungalow gemietet hatten. Freddies Restaurant ist vor allem an Sonntagen für die Tagestouristen aus Sumatra ein Place to be. Unter der Woche dominieren die internationalen Übernachtungsgäste die Location. Freddies ist eine Institution, das Restaurant selber ist aber hauptsächlich für das abendliche Buffet empfehlenswert. Ab sechs Gästen bereitet der Hausherr persönlich einen bunten Mix aus westlicher und asiatischer Küche zu. Immer mit viel Liebe und einer persönlichen Ansprache an die Gäste. Statt klassischem Hotelbuffet erwartet hier die Gäste eher eine Art „Kochen für den Freundeskreis“. So sieht man den Hausherrn auch ab und an mit einem Jamie Oliver Kochbuch nach neuen Ideen suchen…

Indonesian Food Freddies Santai Sumur Tiga

Indonesisches Buffet bei Freddies

Pancakes at Freddies Santai Sumur Tiga

Pancakes und Avocado-Schoko Shake

Freddies Santai Sumurtiga
Jalan Kyai Haji Agus Salim
Sabang, Aceh
23521, Indonesien
+62 81-360 255 001

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