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Unterwegs in Malaysia: Nasi Lemak

Air Asia gibt einem bereits beim Anflug aufs Land im Bordmagazin eine detaillierte Anleitung der Must DOS in Malaysia. An erster Stelle wird Ausländern nahegelegt, sich des traditionellen Frühstücks namens Nasi Lemak zu widmen. Natürlich folgen wir dem Rat und stürzen uns gleich am ersten Morgen auf der nordmalaysischen Insel Langkawi auf die kulinarische Tradition unseres Gastgeberlandes. Nasi Lemak ist ein herzhaftes ganz und gar asiatisches Frühstück, immer ist eine Portion Reis mit etwas Fleisch (oft Huhn) dabei, dazu werden häufig knusprige Sardellen, Erdnüsse, ein kleines Gemüsecurry oder auch ein Ei serviert. Wie bei quasi jedem Nationalgericht steht Nasi Lemak nahezu überall auf der Karte und wird überall ein wenig anders zubereitet. Besonders gut hat es uns im Cactus geschmeckt, einem kleinen Laden in Pantai Tengah im Südwesten des Eilands, wo es für 6 MYR zu bekommen ist. Wer hier zum Frühstück hinkommt, dem sei das ebenfalls köstliche Roti Jala Sunrise (Buttermilk Chicken Curry) für 9 MYR ans Herz gelegt. Die ganz Mutigen unter euch probieren das Laksa Pantai Timur. Das ist etwas – nun ja – speziell. Aber wie schon auf der Speisekarte steht: MUST TRY MALAYSIAN FOOD!

Cactus1

Cactus Restaurant and Café
Pantai Tengah, Kedawang
07000, Pulau Langkawi
Langkawi, Kedah
+60 12-407 7928

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Unterwegs in Malaysia: Langkawi

Vorab eine rhetorische Frage: Was fängt man auf einer tropischen Insel an, wenn es einfach nicht aufhören mag zu regnen? Richtig man geht essen. Um keinen falschen Eindruck zu erwecken sei gesagt, das wir auch alternative Programmpunkte wirklich ausprobiert haben.

Idee eins: Shoppen. Auf Langkawi, dem malaysischen Steuerparadies, heißt das, mit mehreren Busladungen chinesischer Touristen Schokolade und Schnaps kaufen. Check.

Idee zwei: sich im SPA verwöhnen lassen. Auf die Bitte, das most relaxing Programm zu bekommen, werden wir eine Stunde bei säuselnder Musik mit nicht näher definierten Behandlungsmethoden in einen starken Muskelkater gequält. Warum hat uns der Reiseführer diesen Laden als Tipp empfohlen? Na ja. Check.

Idee drei: im japanischen Restaurant namens Unkaizan rund siebenhundert Meter von Hotel entfernt die Kreditkarte strapazieren. Immerhin wirbt der Laden unbescheiden auf nicht übersehbaren Werbetafeln damit, das beste Restaurant Malaysias zu sein. Ein Japaner, Place to be des Landes, quasi nebenan? Ihr ahnt was nun kommt…?

Tatsächlich stehen wir am Abend des Regentags vor einem wunderschönen Restaurant an einem Berghang im Dschungel. Der Himmel reißt zum ersten Mal auf, weshalb wir uns nach einem Rundgang durch das traditionell japanisch eingerichtete Restaurant für einen Platz auf der Terrasse entscheiden. Der Blick vom Hügel auf die Andamanensee entspannt schon nach fünf Minuten mehr als der gesamte Nachmittag im SPA. Der Blick auf die Speisekarte und die Bierpromo zwei für eins ebenfalls. Wir merken schnell, hier sind wir richtig. Ein paar Eckdaten vorweg: Das Unkaizan bietet eine klassische japanische Karte mit einer wechselnden Auswahl an Tagesgerichten. Auf zwei Etagen und einer Terrasse sitzt man nicht zu schick stilecht japanisch, auch der Service besteht überwiegend aus Japanern. In diversen Internetforen wird es als eher teuer bemängelt, aber nach europäischen Maßstäben ist das Preis-Leistungsverhältnis wirklich mehr als fair. Gutes Sushi hat eben auch in Südostasien seinen Preis.

Unkaizan

Für mich ist die Wand mit Aquarien ein Highlight – vieles auf der Speisekarte blubbert vor unserer Bestellung noch arglos in selbigem vor sich hin. Viel frischer gehts also nicht! Trotz Bierpromo halten wir uns beim Koberind zurück (was mich im Nachhinein irgendwie ärgert), und bestellen vorab die frischen Austern von der Tageskarte. Die Schalentiere kommen im Doppelpack in einem köstlichen lauwarmen Koreanderdressing und lassen mich noch ein bisschen mehr Austernfan werden als ich es eh schon bin. Zufrieden warten wir auf den Hauptgang, ein eher klassisches Sushimenu aus California-Rolls, gemischten Nigiris (hier ist das Unagi Nigiri einfach nur köstlich) und Sake-Makis. Die zweite Bestellung ist ein gemischtes Sashimi bestehend aus Sake, Thunfisch, Oktopus und diversem Grünzeug; das alles wird stilecht in einer echten Muschel serviert. Gutes Sushi macht bekanntlich glücklich, auf einer Skala von eins bis zehn wären wir sicher bei zwölf. Ein Sake rundet das Essen ab – pappsatt, glücklich, insgesamt nur rund fünfzig Euro ärmer und mit der bisher besten Sushierfahrung ever trotten wir zurück zum Hotel.
Unser Vorsatz: Langkawi wird uns irgendwann einmal wiedersehen. Ich möchte die tolle Insel (denn die atemberaubend schöne Landschaft ließ sich auch bei Regen erahnen) nochmal erkunden. Und das Koberind reizt mich auch…

http://www.unkaizan.com/
Jalan Pantai Tengah, Pantai Tengah
Langkawi, Kedah
+60 4-9554118

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