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German Street Food: Currywurst

Über die Zubereitung von Nationalgerichten kann in jedem Land genüsslich am Tisch diskutiert werden. Auch wir Deutschen sind uns herzlich uneins, wenn es um unsere berühmteste Wurst – die Currywurst – geht. Wir kennen sie als Bratcurry oder gebrühte Currywurst, mal geschnitten und in Sauce ertränkt, mal im Ganzen mit Ketchup gekrönt. Gebraten, frittiert, gedünstet, gegrillt. Oder für den Gourmet sogar mit einem hauchzarten goldenen Blatt verziert. Der Berliner fragt seinen Gast: „mit oder ohne“. Gemeint ist mit Darm oder pellenlos. Dazu gibt es Toast, Brötchen oder Pommes. Mit Ketchup, Mayo oder beidem… Welche ist die beste? Welche euch schmeckt! Guten Appetit!

Hier schmeckt die Currywurst besonders gut:

Curry 36, Berlin-Kreuzberg. Ohne Darm.

Plümecke, Hannover-List. Currywurst-Pommes klassisch.

Curry, Düsseldorf. Ein Klassiker – aber mit Stil.

Auch nett: Die Historie der Currywurst auf Wikipedia

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Everyone likes to discuss about their national favorite dishes. Also we Germans do: what is the best Currysausage? The brewed one? (Deep) fried? Grilled? A cutted sausage or a „crowned“ one with a lot of ketchup and curry powder on the top? In Berlin, you will be asked „with or without“. Find out yourself what it means. As a side order you may try a toast, french fries or some bread. Which one is the best? That one YOU like! Guten Appetit!

currywurdt

Oben: Currywurst im Plümecke, Hannover. Unten: Das Curry 36 in Berlin

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Unterwegs in Berlin: District Mot (Mitte)

Ich habe mich schon häufiger gefragt, ob es möglich ist die Atmosphäre der vietnamesischen Straßenküche in einem Lokal nachzubilden. Das District Mot in Berlin-Mitte zeigt, das es möglich ist.

Uns wurde zugetragen, dass es in Berlin ein Restaurant mit den asientypischen kleinen Plastikhockern und authentischem Vietnam Street Food gibt. Da führt natürlich kein Weg dran vorbei! Bei der nächsten Gelegenheit haben wir das Lokal getestet.

Die Besitzer haben ganze Arbeit geleistet. Nicht nur die Sitzgelegenheiten sind im Vietnamstil. Das gesamte Restaurant wurde der Innenstadt von Saigon nachempfunden. Es finden sich Straßen- und Hinweisschilder an den Wänden, die offene Küche sieht aus wie ein Straßenstand und selbst die zahllosen Kabelleitungen, die das Südostasiatische Stadtbild prägen, wurden nicht vergessen. Wer schon mal in Vietnam unterwegs war, erkennt mit welcher Liebe zum Detail das District Mot eingerichtet ist.

DistrictMot

Nicht weniger exotisch ist die Karte, die einen Abriss der vietnamesischen Küche darstellt und einige grandiose Gerichte bereithält. Wer mit einer ungewöhnlichen Vorspeise starten möchte, bestellt die frittierten Seidenraupen. Die „Rauptiere“ haben eine mehlige Konsistenz und schmecken nussig – nicht nur besser als erwartet, sondern wirklich gut. Als Hauptspeise teilen wir uns jeweils eine Bun Cha mit gegrilltem Schweinebauch, Reisnudeln und frischen Kräutern sowie Hühnerspießchen mit asiatischen Kräutern, Nudeln und Reispapier zum einwickeln – Wrap it yourself! Frisch gezapftes Tiger-Bier verstärkt das Asiengefühl und lässt uns in Urlaubserinnerungen schwelgen…

Vietnamesischer Kaffee darf natürlich nicht fehlen und sogar zu einem Nachtisch lassen wir uns diesmal verführen: Schwarzer Klebreis mit Kokosmilch und Mango! Das Minzblatt gibt dem Ganzen die besondere Note. Allein für diesen Nachtisch hat sich der Besuch gelohnt.

Alles in allem ein schöner Abend in besonderer Atmosphäre mit hervorragendem Essen!

http://www.districtmot.com/
Rosenthaler Str. 62
10119 Berlin-Mitte
030-20 08 92 84

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Unterwegs in Berlin: Mira (Neukoelln)

Was bei vielen der Italiener um die Ecke ist, war einst für uns der Inder von nebenan. Etwa zeitgleich mit unserem Umzug nach Berlin eröffnete Mira, der indische Imbiss (Dhaba), in der Neuköllner Pannierstraße. Was für ein glücklicher Zufall.

Wir haben den Laden einige Jahre durch häufige Besuche unterstützt und erlebt, wie er sich im Kiez etabliert hat. Das Mobiliar und die Inneneinrichtung, aber auch die Karte haben sich in dieser Zeit weiterentwickelt. Bei schönem Wetter kann man draußen sitzen und sein Essen genießen. Der Chef sitzt in der Regel auch dort und raucht ein Kippchen nach dem anderen…

Das Mira hat die indischen Klassiker zu günstigen Preisen im Angebot. Chicken Vindaloo, Lamm Korma und Palak Paneer sollen nur als Beispiele dienen. Die meisten Gerichte erhält man mit Huhn, Lamm oder Paneer. Papadams als Vorspeise sind Pflicht und natürlich die drei Soßen, die zum Essen gereicht werden – falls nicht, unbedingt danach fragen.

Mira

Ein Gericht was man relativ selten beim Inder bekommt, aber unbedingt probiert werden sollte, ist das Birbal Chooza. Auf einer heißen Platte wird Hühnchen mit einer milden sahnigen Soße serviert. Dazu gibt es Reis und natürlich die drei Soßen…

Die Portionen sind großzügig und die Preise sehr fair. Also eine klare Empfehlung. Wenn ihr nur einen kleinen Hunger verspürt und in der Nähe seid, schaut auf eine der Vorspeisen vorbei und probiert die leckere Mango-Lassi.

http://www.indian-dhaba-mira.de/
Pannierstrasse 40
12047 Berlin-Neukölln
030-62 90 15 32

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Unterwegs in Berlin: BBI-Berlinburger International (Neukoelln)

Cheese•bur•ger der [ˈʧi:zbə:gə] <Cheeseburgers, Cheeseburger> eine mit Salat belegte und mit Käse überbackene Frikadelle in einem Brötchen

TheFreeDictionary.com Deutsches Wörterbuch. © 2009 Farlex, Inc. and partners.

Nun ja, wenn man das Gurkenscheibchen und die Zwiebelwürfel als Salat durchgehen lässt, könnte man das hier einen Cheeseburger nennen.

Kreisklasse

Aber mal im Ernst: Wenn ihr ausgehungert seid und Lust auf einen richtigen Cheeseburger habt, träumt ihr doch eher von diesem Burger hier:

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Diesen Burger – und viele andere leckere Sachen – bekommt man bei BBI – Berlinburger International. In Berlin gibt eine ganze Reihe sehr guter Burger-Läden. BBI gehört definitiv dazu. Das ist sozusagen die Champions League der Burger-Bräter. Global agierende Systemgastro-Ketten spielen da eher in der Kreisklasse.

Burger allein machen aber nicht glücklich (nein, kein Spaß). Und so ist es dringend empfohlen, sich eine Portion Chillie Cheese Fries dazuzubestellen. Eine schöne kleine Sauerei: Pommes mit Käse überbacken mit einem ordentlichen Schlag Chili con Carne und Jalapenos on top. Während ich schreibe, läuft mir das Wasser im Munde zusammen… Wie man sieht, sind die Portionen recht ordentlich. Man kann sich also durchaus die Burger/Pommes-Kombination zu zweit teilen.

BBI

Die Indoor-Sitzgelegenheiten sind leider begrenzt. Der Berliner sitzt aber auch bei kalten Temperaturen gern draußen. So kann man dick einpackt auf der Pannierstraße sitzen, seinen Burger genießen und den Neuköllner Alltag beobachten.

http://www.berlinburgerinternational.com/
Pannierstr. 5
12047 Berlin-Neukölln
0178-540 74 09

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Unterwegs in Berlin: Soju Bar (Kreuzberg)

Am Görlitzer Bahnhof in Berlin-Kreuzberg befindet sich die Troika der südkoreanischen Gastro bestehend aus dem Kimchi Princess, der Soju Bar und dem Angry Chicken.

Wir waren zu Besuch in der Soju Bar, in der koreanisches Street Food serviert wird. Das Lokal ist relativ klein und wirkt wie eine lauschige Cocktail-Bar mit einer Reihe von Sitzgelegenheiten. Das unaufdringliche Beleuchtungskonzept, bestehend aus Teelichtern und Leuchtreklamen, lässt eine lauschige Stimmung aufkommen und schafft die optimale Atmosphäre für das erste Date.

Think global, drink local. Selbstverständliche trinkt man in der Soju Bar koreanisches Hite Beer. Es gibt aber auch alkoholfreie Alternativen wie koreanische Tees oder Softdrinks. Wer definitiv nicht mehr fahren muss, kann sich einen Soju-Cocktail gönnen ( Soju ist ein koranischer Schnaps, der aus der Süßkartoffel gewonnen wird).

Nach dem ersten Kaltgetränk kommt Hunger auf. Die Karte ist überschaubar, aber trotzdem abwechslungsreich. Als Einstimmung empfehlen sich Anju: Die kleinen oder auch größeren Snacks können einzeln oder auch kombiniert als Anju Box bestellt werden. Unsere Tteokbokki (geschmorte Reiskuchensticks mit Odeng in scharfer Sauce) sehen aus wie Penne mit Tomatensauce, schmecken aber eher „Arrabiata“ – sie sind zu scharf, wir sind zu schwach.

Soju Bar

Unsere Wahl der Hauptgerichte ist klassisch koreanisch. Mariniertes Rindfleisch, verschiedenes Gemüse, ein Spiegelei und scharfe Soße – das ist Bibimbap! Super lecker und ein Muss in der Soju Bar, also unbedingt mal probieren. So Bulgogi De Opbap sind marinierte Rindfleischsstreifen auf Reis mit einer Kimchi-Beilage und unser zweites Gericht. Auch sehr lecker und weniger scharf, für die milden Gaumen.

Falls man es weniger exotisch mag, kann man auf Frittiertes zurückgreifen. Chicken gibt es in den Varianten Friendly (klassisch), Angry (zimt-süß), Sexy (Soja-Knobi) , So So Angry (scharf) und Furios (brennt mehrfach). Dazu gibt es verschiedene frittierte Beilagen wie Süsskartoffel-Fritten, Kartoffelecken und Pommes. Es ist also für jeden etwas dabei.

Schaut bei eurem nächsten Berlinbesuch mal vorbei. Es lohnt sich!

Kleiner Tipp: Da die Soju Bar demnächst umzieht und erst im Dezember wiedereröffnet, empfiehlt sich vorher ein Blick auf die Internetseite, um nicht vor verschlossenen Türen zu stehen.

http://soju-bar.com/
Skalitzer Str. 36
10999 Berlin-Kreuzberg
0163-45 802 03

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